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Länderberichte, © Amnesty International Länderberichte
Äthiopien


Serkalem Fasil, Foto: © Amnesty International Serkalem Fasil
ist frei!



 
Themengruppe 2907, Amnesty International
 


Äthiopien

Nationalflagge Demokratische Bundesrepublik Äthiopien


Bundeskanzlerin Merkel in Äthiopien, 4.10.2007, Foto: © REGIERUNGonline/Bergmann
Bundeskanzlerin Merkel mit Äthiopiens Premier Zenawi, 4.10.2007

Angela Merkel auf Afrika-Reise

Wieder spricht sie das Thema der Menschenrechte
und der Meinungsfreiheit expressis verbis an

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel schon zum Auftakt ihrer Afrika-Reise generell für die Einhaltung der Menschenrechte auf dem Kontinent plädiert hatte, sprach sie dieses Thema bei einem Treffen mit Ministerpräsident Meles Zenawi in Addis Abeba, Äthiopien, konkret an. Die Offenheit eines Landes, die Einhaltung der Menschenrechte und der Pressefreiheit nütze auch der wirtschaftlichen Entwicklung.

Zenawi sicherte zwar weitere Anstrengungen in dieser Richtung zu, verwies aber auch darauf, dass die Entwicklung Äthiopiens zu einer Demokratie nach westlichem Standard "ein schwieriger Weg" sei.

(zi., 04.10.2007)

Merkel wirbt in Afrika für Partnerschaft und Demokratie (10/2007) - www.dw-world.de

Die Bundeskanzlerin mahnt Äthiopien (Audiovideo 10/2007) - www.dw-world.de




Bundeskanzlerin Merkel soll in Äthiopien
Informationsfreiheit anmahnen

Seit 2005 wagen private Medien keine kritische Berichterstattung mehr

Seit dem gewaltsamen Vorgehen gegen Journalisten und Opposition im November 2005 sei Selbstzensur unter Journalistinnen und Journalisten an der Tagesordnung. Das Menschenrecht auf Information müsse auch in Äthiopien gelten. Dies gaben Reporter ohne Grenzen (ROG) Bundeskanzlerin Angela Merkel mit auf den Weg mit der Bitte, bei ihrem Aufenthalt in dieser Woche in Äthiopien auch die fehlende Pressefreiheit und die in dem Land inhaftierten Journalisten zum Thema zu machen.

Die Menschenrechtsorganisation führt in ihrer Presseverlautbarung eine Reihe von verfolgten Journalisten namentlich auf. Zum Teil wisse man nicht, was ihnen konkret vorgeworfen werde. Versuche, zu acht schon seit drei Jahren im Gefängnis festgehaltenen Presseleuten Kontakt zu erhalten, blieben bisher erfolglos. ROG sei daher sehr besorgt über ihre Sicherheit und Gesundheit.

Auf der jährlichen Rangliste der Organisation zur Lage der Pressefreiheit weltweit nimmt Äthiopien den 160. Platz von 168 erfassten Ländern ein. Ministerpräsident Meles Zenawi zählt für sie zu den 34 größten "Feinden der Pressefreiheit".

(zi., 02.10.2007)

Merkel muss Informationsfreiheit in Äthiopien ... (10/2007) - www.reporter-ohne-grenzen.de




Freilassung politischer Gefangener

Präsident begnadigt 43 Inhaftierte

Schritt in Richtung stärkerer Beachtung der politischen Freiheiten und der Menschenrechte?

In einer Presseverlautbarung vom 20. Juli 2007 begrüßt Amnesty International die Freilassung von 38 Vertretern oppositionellen Parteien, eines Menschenrechtsaktivisten und von vier Journalisten. Ihre Begnadigung erfolgte vier Tage nachdem einige von ihnen zu lebenslänglicher Haft, andere zu Gefängnisstrafen bis zu 15 Jahren verurteilt worden waren.

Die 38 Oppositionellen waren nach Demonstrationen gegen den Ausgang der Parlamentswahlen 2005 verhaftet worden; bei diesen Unruhen kamen 187 Menschen durch Den Einsatz der Sicherheitskräfte ums Leben, sechs Polizeibeamten wurden durch Demonstranten getötet.

Vor ihrer Begnadigung hatten die inhaftierten Oppositionsmitglieder in einem Schreiben damalige "individuelle und kollektive Fehler" eingestanden. - In ihrer Stellungnahme bringt amnesty international die Hoffnung zum Ausdruck, dass dieser beachtliche Schritt zur politischen Versöhnung und zu weitreichenderer Verwirklichung der Menschenrechte in Äthiopien beitragen möge. Gleichzeitig erneuert die Menschenrechtsorganisation ihre Forderung nach Freilassung von drei inhaftierten politischen Gefangenen, die nicht der "Coalition of Unity and Democracy CUD" angehören: die für die Entwicklung der Zivilgesellschaft aktiven Daniel Bekele und Netsanet Demissie und den 2005 ins Parlament gewählten Kifle Tigeneh, gegen den im Oktober 2007 verhandelt werden soll.

(j.z., 03.08.2007)

Quelle: Amnesty International News 138/2007 vom 20.07.2007

Opposition leaders and journalists freed (07/2007) - www.amnesty.org




Appellfälle


Tesfasgi (Kameramann) und Salim (Fernsehjournalist) aus Eritrea (05/2007) - www.amnesty.de

Mesfin Woldemariam, Gründer des "Äthiop. Menschenrechtsrates" (04/2006) - www.amnesty.de




Weitere Informationen


Äthiopien (Amnesty International Jahresberichte) - www.amnesty.de

Einsatz für Menschenrechte (04/2007) - Einsatzerfolg: Journalistin Serkalem Fasil ist frei

Prisoners of conscience on trial for treason (05/2006) - www.amnesty.org

Äthiopien ist größtes Gefängnis für Journalisten in ... (12/2005) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Die Regierung bekämpft die studentische Opposition (11/2005) - www.amnesty.de



Weitere Berichte unter - Nachrichten / Afrika / Äthiopien


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