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Länderberichte, © Amnesty International Länderberichte
China


Olympia 2008 China und die
Menschenrechte


Amnesty Journal, Amnesty International Journal 12/2007:
Gold für
Menschenrechte


China Internet-Zensur
in China


Shi Tao, Foto: © Chinese Pen Center/Amnesty International Appellfall
Shi Tao



 
Themengruppe 2907, Amnesty International

Amnesty-Kampagne "Gold für Menschenrechte"



Aktionstag am 13. Juni 2008 in Berlin, Foto: © Jens Liebchen/Amnesty International


Alternativer Fackellauf veranstaltet
von Amnesty International

Aktionstag in Berlin - Deutsche Generalsekretärin verurteilt das Verhalten des IOC

Vier Wochen vor dem Start der Olympischen Wettkämpfe in Peking stiegen Hunderte Luftballons in den Berliner Himmel. Am Aktionstag zur weltweiten China-Kampagne, dem 13. Juni 2008, endete auch der alternative Fackellauf in Anlehnung an den diesjährigen Lauf mit dem olympischen Feuer, der dank der weltweiten Proteste und Demonstrationen mehr einer Farce als einer ernsthaften symbolischen Veranstaltung gleichkam. Der Lauf, der die Forderungen von Amnesty International an die chinesische Regierung noch einmal besonders "beleuchten" sollte, führte seit Anfang Mai quer durch die Bundesrepublik Deutschland.

Die Forderungen unter dem Motto "Gold für Menschenrechte" waren auch auf den Ballons zu lesen: Abschaffung der Todesstrafe, Einstellung der Repressionen gegen Oppositionelle und Menschenrechtsverteidiger, Beendigung der Zensur und der Unterdrückung der Meinungs- und Pressefreiheit. Annähernd 120.000 Unterschriften für diese Forderungen wurden allein von der deutschen Amnesty-Sektion bislang gesammelt.

Gegenüber dpa kritisierte die deutsche Amnesty-Generalsekretärin Barbara Lochbihler das Internationale Olympische-Komitee (IOC), weil es sich zu nachlässig hinsichtlich der Menschenrechtslage in China gezeigt und auf die vagen Zusicherungen Chinas bei der Vergabe der Spiele verlassen habe, ohne selbst präzise Vorgaben zu machen. Man hätte dann wenigstens frühzeitig und entschieden nachhaken müssen, als erkennbar wurde, dass China nicht ernsthaft an eine Verbesserung der Lage heranging.

(zi, 19.07.2008)

Quelle: dpa und Amnesty International vom 13.07.2008

Fackellauf für Menschenrechte endet in Berlin (07/2008) - www.tagesspiegel.de

Humanistischer Zickzack-Kurs (07/2008) - www.zeit.de




Bürgerrechtler Teng Biao frei

Der chinesische Bürgerrechtler und Anwalt Teng Biao ist nach seinem mysteriösen Verschwinden im März wieder frei.

Nach eigenen Angaben hielten ihn Polizeibeamte 41 Stunden lang fest und befragten ihn zu seiner Arbeit. Zu weiteren Details schwieg der Bürgerrechtler mit der Begründung, man habe ihn davor gewarnt, öffentlich zu sprechen. Augenzeugen berichteten, Teng sei in ein Auto gezerrt und verschleppt worden.

Der Anwalt aus Peking setzt sich seit Jahren gegen die Todesstrafe und für verfolgte Menschenrechtsaktivisten in China ein. Im Dezember 2007 hatte Teng auf Einladung der deutschen Sektion von Amnesty International in Berlin über die aktuelle Menschenrechtslage in China berichtet. Vor Beginn der Olympischen Spiele häufen sich Fälle, in denen Menschenrechtsaktivisten in China massiv unter Druck gesetzt werden.

(Amnesty International Deutschland, April 2008)




Amnesty-Kampagne Gold für Menschenrechte, Foto: © Amnesty International


Peking 2008


Amnesty International fordert
"Gold für Menschenrechte"

China-Kampagne am 7. Dezember 2007 in Berlin vor dem Brandenburger Tor gestartet


Amnesty International erinnert die chinesische Regierung mit der Kampagne "Gold für Menschenrechte" an ihr Versprechen, die Menschenrechtssituation im Land bis zu den Olympischen Spielen zu verbessern.



Schlagzeilen zur Amnesty-China-Kampagne

  • "Weltmeister China: 8.000 Hinrichtungen pro Jahr"

  • "Haft ohne Anklage oder Prozess"

  • "Menschenrechtsaktivisten mundtot gemacht"

  • "Lückenlose Internetzensur"


Die deutsche Amnesty-Generalsekretärin Barbara Lochbihler, der chinesische Menschenrechtsanwalt Teng Biao und der ZDF-Moderator Michael Steinbrecher unterzeichneten als erste eine Petition an die chinesische Regierung. Die Menschenrechtsorganisation hofft, dass viele Menschen dem Beispiel folgen werden.



Michael Steinbrecher unterzeichnet die Petition, Foto: © Jens Liebchen/Amnesty International

Petition: Gold für Menschenenrechte

(Amnesty International Deutschland, Dezember 2007)


Resumé 2008

Mit der Kampagne "Gold für Menschenrechte" hatte Amnesty International die chinesische Regierung im Vorfeld der Spiele an ihr Versprechen erinnert, die Menschenrechtssituation im Land vor den Olympischen Spielen zu verbessern. Mit Aktionen hat sich Amnesty vor allem für die Einzelfälle von Shi Tao, Bu Dongwei, Chen Guangcheng, Ye Guozhu, Huang Jingqiu, Yang Tongyan, Mao Hengfeng und die Tiananamen-Mütter.

Höhepunkt der Kampagne "Gold für Menschenrechte" war eine Aktion am 13. Juli 2008 in Berlin. Auf dem Hackeschen Markt fand der Zieleinlauf des bundesweiten Fackellaufs der Amnesty-Hochschulgruppen statt. Zehn Wochen lang war die Fackel für die Menschenrechte durch 34 Hochschulstädte getragen worden. In ihrer Ansprache sagte Amnesty-Generalsekretärin Barbara Lochbihler, in China habe sich kurz vor den Olympischen Spielen zwar einiges verändert, aber wenig verbessert: "In diesem Jahr werden die Menschenrechte sicher kein Gold gewinnen".

In der Kampagne wurden bis Mitte Juli allein in Deutschland mehr als 118.000 Petitionsunterschriften gesammelt.

(Amnesty International Deutschland, 2008)

Kampagne "Gold für Menschenrechte" (2008) - www.amnesty.de

Peking 2008 - "Gold für Menschenrechte" (12/2007) - Infopaket (pdf)




Amnesty-Journal Dezember 2007, Foto: © Amnesty International

"Gold für Menschenrechte"

Auch das Amnesty Journal widmet seine Dezember-Ausgabe 2007 komplett dem Thema "China".

Es geht der Frage nach, wie ernst die chinesische Regierung ihr Versprechen nimmt, die Menschenrechtssituation im Land zu verbessern und versucht eine "Bestandsaufnahme" neun Monate vor Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking.

(Amnesty International Deutschland, 12/2007)

Journal: Gold für Menschenrechte (12/2007) - www.amnesty.de




Weitere aktuelle Einzelfälle


Chen Guangcheng - Angriff auf ARD Journalisten (01/2008) - www.igfm.de

Chen Guangcheng - Menschenrechtslage im Olympia-Land dramatisch (07/2007) - www.igfm.de

Gao Zhisheng - Menschenrechtsanwalt in China - www.igfm.de

Gao Zhisheng - Peking erstickt öffentlichen Widerspruch (10/2007) - www.igfm.de

Jie Mu - Regimekritischer Journalist seit einem Monat in Haft (06/2007) - www.igfm.de

Yang Chunlin verurteilt (03/2008) - www.amnesty.de




Weitere Informationen


IOC und China müssen aus Fehlern lernen (08/2008) - www.amnesty.de

DOSB/IOC muss sich aktiv für die Menschenrechte in China ... (02/2008) - www.amnesty.de

Köhler soll in Peking deutlich für die Menschenrechte eintreten (05/2007) - www.igfm.de

Rituelle Appelle - Merkels China-Reise und die Menschenrechte (05/2007) - www.dw-world.de

Dank Cisco und Google ins Laogai? (05/2007) - www.igfm.de

Amnesty International: Menschenrechte in China verletzt (04/2007) - www.zdf.de

Günter Nooke: Meinungs- und Pressefreiheit sind Grundpfeiler ... (03/2007) - www.igfm.de



Weitere Nachrichten und Berichte unter - Nachrichten / Ostasien


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