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Vor der turkmenischen Botschaft in Berlin |
"Tausend Blumen" im Gedenken
an tote Journalistin
Nach der chinesischen verweigert auch die turkmenische Botschaft
die Entgegennahme einer Petition mit einer großen Zahl von Unterschriften
Zum Gedenken an die turkmenische Journalistin
Ogulsapar Muradova, die im
September 2006 mit großer Wahrscheinlichkeit an den Folgen grober Misshandlung
im Gefängnis starb, legten die Amnesty-Länderexpertin Imke Dierßen und andere Mitglieder
der Menschenrechtsorganisation am 14. September 2007 Blumen vor der turkmenischen Botschaft
in Berlin nieder.
Deutsche Amnesty-Sektion fordert weiter
die Freilassung ihrer gleichfalls inhaftierten Kollegen
Für die Forderung nach Freilassung der beiden turkmenischen Journalisten,
Annakurban
Amanklitschew und
Spardurdi Chadschijew, die wegen kritischer Beitrage zu den menschenrechtlichen
Verhältnissen in ihrem Land und politischer Opposition zu langjährigen Haftstrafen verurteilt
wurden, hat die deutsche Amnesty-Sektion in ihrer diesjährigen Kampagne "Einsatz für die Menschenrechte"
14.000 Unterschriften gesammelt. Sie sollten am 14. September 2007, dem Tag, an dem Ogulsapar
Muradovas Söhnen der Tod ihrer Mutter mitgeteilt worden war, dem turkmenischen Botschafter
übergeben werden. Dazu hatte die Sektion die Presse zum Fototermin eingeladen.
Der Botschafter hatte leider "keine Zeit"
Die Botschaft scheint darüber nicht erfreut gewesen zu sein. Jedenfalls blieb ihre Türe
verschlossen. Er habe leider keine Zeit, ließ der Botschafter wissen. Man will nicht annehmen,
dass eine Art "Absprache" zwischen betroffenen Botschaften stattgefunden habe; jedoch sieht es
so aus, als habe das Beispiel der chinesischen Botschaft Schule gemacht. Der dortige Botschafter
hatte kürzlich ebenfalls die Entgegennahme von über 15.000 Petitionsunterschriften für den
Dichter und Journalisten Shi Tao verweigert, der wegen einer E-Mail-Nachricht nach USA zu zehn
Jahren (!) Gefängnis verurteilt wurde.
In die gleiche Kampagne hat Amnesty International Deutschland auch einen regierungskritischen Journalisten in Kuba
einbezogen. Man darf gespannt sein, ob die kubanische Botschaft, die Entgegennahme der
Unterschriften, die für die Forderung der Freilassung von
Adolfo Fernández Sainz zusammenkamen,
auch verweigern wird.
(zi, 15.09.2007)
Erstes Ergebnis der Kampagne
45.000 Unterschriften sollen den betreffenden Botschaften übergeben werden
Die deutsche Sektion von Amnesty International will die in ihrer Kampagne im ersten Halbjahr 2007
gesammelten Erklärungen der Solidarität mit den vier Journalisten Shi Tao (China), Annakurban Amanklitschew und
Sapardurdi Chadschijew (Turkmenistan) und Juan Adolfo Fernández Saínz (Kuba) in Kürze den betreffenden
Botschaften überreichen.
Nach Amnesty International Deutschland (j.z., 03.08.2007)
Verfolgung und Bedrohung von Journalisten
nimmt weltweit zu - auch steigende Zahl von Journalistenmorden
Unsere Sektionskogruppe warb in Mainz und Eschwege
für den Einsatz der Menschenrechte
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Shi Tao |
Juan Adolfo Fernández Saínz |
Annakurban Amanklitschew |

Eine Aktion der Amnesty-Sektionskogruppe "Verfolgte
AutorInnen und JournalistInnen / Für Meinungsfreiheit"
Einsatz für die inhaftierten Journalisten:
- Shi Tao (China),
- Annakurban Amanklitschew und Sapardurdi Chadschijew (Turkmenistan),
- Juan Adolfo Fernández Saínz (Kuba): inzwischen frei,
- Serkalem Fasil (Äthiopien): inzwischen frei.
Protest gegen die Ermordung der Journalisten:
- Hrant Dink (Türkei),
- Anna Politkowskaja (Russland),
- Ogulsapar Muradowa (Turkmenistan).
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Hrant Dink |
Anna Politkowskaja |
Ogulsapar Muradowa |
Dabei verband die Gruppe ihre Aktion mit dem Gedenken an die drei besonders
auffällig gewordenen Morde an Journalisten aus jüngerer Zeit -
Hrant Dink, vor seinem Redaktionsbüro in Istanbul erschossen,
Anna Politkowskaja, vor ihrer Wohnung in Moskau erschossen und
Ogulsapar Muradowa, im Hochsicherheitsgefängnis von Aschgabat an Folter gestorben,
eindringlich mit dem Appell, Petitionen für die inhaftierten und akut
bedrohten Journalisten aus China, Kuba und Turkmenistan zu
unterzeichnen, die für die Jahreskampagne 2007 der deutschen Amnesty-Sektion
"EinSatz für die Menschenrechte" ausgewählt wurden.
Infostand in Mainz: Einsatz für die inhaftierten Journalisten |
Im Gedenken an die ermordeten Journalisten |
Die Aktion fand am 10. Februar 2007 in Mainz in der Nähe des Mainzer Domes statt, eine weitere Aktion folgte
am 17. Februar 2007 in Eschwege.
Des Weiteren sammelten Gruppenmitglieder Petitionsunterschriften für die inhaftierten Journalisten bei folgenden Anlässen: u.a. im April
in Lahnstein auf dem Landesgewerkschaftstag des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) Rheinland-Pfalz, im Mai
in Mainz auf der 19. Internationalen Mainzer Minipressen-Messe sowie im Juni in Wiesbaden, Mainz und Darmstadt
anlässlich der Leseveranstaltungen mit dem indischen Gastautor Kiran Nagarkar.
(j.z., März 2007, aktualisiert rg, Juli 2007)
Die Appellfälle
(Laufzeit: seit Dezember 2006 ...)
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Appellfall China:
Journalist wegen einer E-Mail zu zehn Jahren Haft verurteilt -
Shi Tao
Appellfall Turkmenistan:
Zwei Journalisten zu sieben Jahren Haft verurteilt -
Amanklitschew und Chadschijew
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Die Mordfälle
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Mordfall Turkmenistan:
Journalistin im Gefängnis an Folter gestorben -
Ogulsapar Muradowa
Mordfall Russland:
Journalistin vor ihrer Wohnung in Moskau erschossen -
Anna Politkowskaja
Mordfall Türkei:
Türkisch-Armenischer Journalist in Istanbul erschossen -
Hrant Dink
Appellbrief an türkischen Botschafter in Berlin (pdf, 01/2007) -
Unsere Sekogruppe
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Barbara Lochbihler (li) und Tadschigul Begmedowa (mi), Berlin, 10.12.2006
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Deutsche Amnesty-Sektion startete
langfristige Einzelfall-Kampagne
Beginn: Einsatz für bedrohte und inhaftierte Journalisten
Am Internationalen Tag der Menschenrechte, dem
10. Dezember 2006, startete die deutsche Sektion von
Amnesty International die Aktion "Einsatz für die Menschenrechte", mit der in einer
breiteren Öffentlichkeit gezielt auf die Einzelfallarbeit
der internationalen Menschenrechtsorganisation
aufmerksam gemacht und für eine verstärkte
Teilnahme geworben werden soll.
Die Kampagne soll das ganze Jahr 2007 hindurch
fortgeführt werden und zum Einsatz für immer wieder
neue Fälle aufrufen. Begonnen wurde mit bedrohten bzw.
inhaftierten Journalisten in China, Turkmenistan und
Kuba. Diese Fälle sind weiterhin aktuell.
Anlässlich der von Amnesty International einberufenen Pressekonferenz zum Internationalen Tag der
Menschenrechte berichtete Tadschigul Begmedowa, Vorsitzende der
Turkmenistan Helsinki Foundation und Schwägerin des Inhaftierten Sapardurdi
Chadschijew, über die Schicksale von Annakurban Amanklitschew, Sapardurdi Chadschijew und der
verstorbenen Ogulsapar Muradowa. Begmedowa appellierte: "Je größer der internationale Druck auf die
turkmenische Regierung ist, desto größer ist die Chance, dass Amanklitschew und Chadschijew
aus der Haft entlassen werden."
Entsprechende Informationen bietet auch das "Amnesty Journal", das monatlich erscheinende offizielle
Presseorgan der deutschen Sektion von Amnesty International.
(j.z., 20.12.2006)
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