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Amnesty-Briefmarathon 2007 zum Internationalen Tag der Menschenrechte Briefmarathon
10.12.2007


Shi Tao, Foto: ©: Chinese Pen Center/Amnesty International Appellfall
Shi Tao


Annakurban Amanklitschew, Foto: Catherine Berthillier/Galaxie Presse/Amnesty International Appellfall:
Amanklychev
and Khajiyev
(Turkmenistan)


Anna Politkowskaja, Foto: © Katja Tähjä/Amnesty International Appellfall:
Anna
Politkowskaja
(Russland)


Juan Adolfo Fernández Saínz, Foto: © Joana Fernández/Amnesty International Juan Adolfo Fernández Saínz
ist frei (08/2010)
(Kuba)


Serkalem Fasil, Foto: © Amnesty International Serkalem Fasil
ist frei (04/2007)
(Aethiopien)



 
Koordinationsgruppe 2907, Amnesty International

Amnesty-Kampagne


Für die Freilassung von Annakurban Amanklitschew und Spardurdi Chadschijew, 14.09.2007, Foto: © Amnesty International
Vor der turkmenischen Botschaft in Berlin


"Tausend Blumen" im Gedenken
an tote Journalistin

Nach der chinesischen verweigert auch die turkmenische Botschaft die Entgegennahme einer Petition mit einer großen Zahl von Unterschriften

Zum Gedenken an die turkmenische Journalistin Ogulsapar Muradova, die im September 2006 mit großer Wahrscheinlichkeit an den Folgen grober Misshandlung im Gefängnis starb, legten die Amnesty-Länderexpertin Imke Dierßen und andere Mitglieder der Menschenrechtsorganisation am 14. September 2007 Blumen vor der turkmenischen Botschaft in Berlin nieder.

Deutsche Amnesty-Sektion fordert weiter
die Freilassung ihrer gleichfalls inhaftierten Kollegen

Für die Forderung nach Freilassung der beiden turkmenischen Journalisten, Annakurban Amanklitschew und Spardurdi Chadschijew, die wegen kritischer Beitrage zu den menschenrechtlichen Verhältnissen in ihrem Land und politischer Opposition zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, hat die deutsche Amnesty-Sektion in ihrer diesjährigen Kampagne "Einsatz für die Menschenrechte" 14.000 Unterschriften gesammelt. Sie sollten am 14. September 2007, dem Tag, an dem Ogulsapar Muradovas Söhnen der Tod ihrer Mutter mitgeteilt worden war, dem turkmenischen Botschafter übergeben werden. Dazu hatte die Sektion die Presse zum Fototermin eingeladen.

Der Botschafter hatte leider "keine Zeit"

Die Botschaft scheint darüber nicht erfreut gewesen zu sein. Jedenfalls blieb ihre Türe verschlossen. Er habe leider keine Zeit, ließ der Botschafter wissen. Man will nicht annehmen, dass eine Art "Absprache" zwischen betroffenen Botschaften stattgefunden habe; jedoch sieht es so aus, als habe das Beispiel der chinesischen Botschaft Schule gemacht. Der dortige Botschafter hatte kürzlich ebenfalls die Entgegennahme von über 15.000 Petitionsunterschriften für den Dichter und Journalisten Shi Tao verweigert, der wegen einer E-Mail-Nachricht nach USA zu zehn Jahren (!) Gefängnis verurteilt wurde.

In die gleiche Kampagne hat Amnesty International Deutschland auch einen regierungskritischen Journalisten in Kuba einbezogen. Man darf gespannt sein, ob die kubanische Botschaft, die Entgegennahme der Unterschriften, die für die Forderung der Freilassung von Adolfo Fernández Sainz zusammenkamen, auch verweigern wird.

(zi, 15.09.2007)





Erstes Ergebnis der Kampagne

45.000 Unterschriften sollen den betreffenden Botschaften übergeben werden

Die deutsche Sektion von Amnesty International will die in ihrer Kampagne im ersten Halbjahr 2007 gesammelten Erklärungen der Solidarität mit den vier Journalisten Shi Tao (China), Annakurban Amanklitschew und Sapardurdi Chadschijew (Turkmenistan) und Juan Adolfo Fernández Saínz (Kuba) in Kürze den betreffenden Botschaften überreichen.

Nach Amnesty International Deutschland (j.z., 03.08.2007)




Verfolgung und Bedrohung von Journalisten
nimmt weltweit zu - auch steigende Zahl von Journalistenmorden

Unsere Sektionskogruppe warb in Mainz und Eschwege
für den Einsatz der Menschenrechte


 
Shi Tao
Foto: © C. Fernandez Nuñez/Amnesty International
Juan Adolfo Fernández Saínz
Annakurban Amanklitschew



    Eine Aktion der Amnesty-Sektionskogruppe "Verfolgte
    AutorInnen und JournalistInnen / Für Meinungsfreiheit"



  • Einsatz für die inhaftierten Journalisten:

    - Shi Tao (China),
    - Annakurban Amanklitschew und Sapardurdi Chadschijew (Turkmenistan),
    - Juan Adolfo Fernández Saínz (Kuba): inzwischen frei,
    - Serkalem Fasil (Äthiopien): inzwischen frei.

  • Protest gegen die Ermordung der Journalisten:

    - Hrant Dink (Türkei),
    - Anna Politkowskaja (Russland),
    - Ogulsapar Muradowa (Turkmenistan).



Foto: © privat/Amnesty International
Hrant Dink
Foto: © Katja Tähjä/Amnesty International
Anna Politkowskaja
Foto: © privat/Amnesty International
Ogulsapar Muradowa

Dabei verband die Gruppe ihre Aktion mit dem Gedenken an die drei besonders auffällig gewordenen Morde an Journalisten aus jüngerer Zeit -

  • Hrant Dink, vor seinem Redaktionsbüro in Istanbul erschossen,
  • Anna Politkowskaja, vor ihrer Wohnung in Moskau erschossen und
  • Ogulsapar Muradowa, im Hochsicherheitsgefängnis von Aschgabat an Folter gestorben,

  • eindringlich mit dem Appell, Petitionen für die inhaftierten und akut bedrohten Journalisten aus China, Kuba und Turkmenistan zu unterzeichnen, die für die Jahreskampagne 2007 der deutschen Amnesty-Sektion "EinSatz für die Menschenrechte" ausgewählt wurden.


    Amnesty-Stand in Mainz, Foto: © J. Zimmermann
    Infostand in Mainz: Einsatz für die inhaftierten Journalisten
    Amnesty-Stand in Mainz, Foto: © J. Zimmermann
    Im Gedenken an die ermordeten Journalisten


    Die Aktion fand am 10. Februar 2007 in Mainz in der Nähe des Mainzer Domes statt, eine weitere Aktion folgte am 17. Februar 2007 in Eschwege.

    Des Weiteren sammelten Gruppenmitglieder Petitionsunterschriften für die inhaftierten Journalisten bei folgenden Anlässen: u.a. im April in Lahnstein auf dem Landesgewerkschaftstag des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) Rheinland-Pfalz, im Mai in Mainz auf der 19. Internationalen Mainzer Minipressen-Messe sowie im Juni in Wiesbaden, Mainz und Darmstadt anlässlich der Leseveranstaltungen mit dem indischen Gastautor Kiran Nagarkar.

    (j.z., März 2007, aktualisiert rg, Juli 2007)




    Die Appellfälle

    (Laufzeit: seit Dezember 2006 ...)

    Appellfall China:

    Journalist wegen einer E-Mail zu zehn Jahren Haft verurteilt - Shi Tao


    Appellfall Turkmenistan:

    Zwei Journalisten zu sieben Jahren Haft verurteilt - Amanklitschew und Chadschijew




    Die Mordfälle



    Mordfall Turkmenistan:

    Journalistin im Gefängnis an Folter gestorben - Ogulsapar Muradowa



    Mordfall Russland:

    Journalistin vor ihrer Wohnung in Moskau erschossen - Anna Politkowskaja

    ROG fordert Veröffentlichung der ... (04/2007) - www.reporter-ohne-grenzen.de



    Mordfall Türkei:

    Türkisch-Armenischer Journalist in Istanbul erschossen - Hrant Dink

    Appellbrief an türkischen Botschafter in Berlin (pdf, 01/2007) - Unsere Sekogruppe

    ROG fordert weitere Ermittlungen (07/2007) - www.reporter-ohne-grenzen.de




    B. Lochbihler, T. Begmedowa, Foto: © Amnesty International
    Barbara Lochbihler (li) und Tadschigul
    Begmedowa (mi), Berlin, 10.12.2006


    Deutsche Amnesty-Sektion startete
    langfristige Einzelfall-Kampagne


    Beginn: Einsatz für bedrohte und inhaftierte Journalisten

    Am Internationalen Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember 2006, startete die deutsche Sektion von Amnesty International die Aktion "Einsatz für die Menschenrechte", mit der in einer breiteren Öffentlichkeit gezielt auf die Einzelfallarbeit der internationalen Menschenrechtsorganisation aufmerksam gemacht und für eine verstärkte Teilnahme geworben werden soll.

    Die Kampagne soll das ganze Jahr 2007 hindurch fortgeführt werden und zum Einsatz für immer wieder neue Fälle aufrufen. Begonnen wurde mit bedrohten bzw. inhaftierten Journalisten in China, Turkmenistan und Kuba. Diese Fälle sind weiterhin aktuell.

    Anlässlich der von Amnesty International einberufenen Pressekonferenz zum Internationalen Tag der Menschenrechte berichtete Tadschigul Begmedowa, Vorsitzende der Turkmenistan Helsinki Foundation und Schwägerin des Inhaftierten Sapardurdi Chadschijew, über die Schicksale von Annakurban Amanklitschew, Sapardurdi Chadschijew und der verstorbenen Ogulsapar Muradowa. Begmedowa appellierte: "Je größer der internationale Druck auf die turkmenische Regierung ist, desto größer ist die Chance, dass Amanklitschew und Chadschijew aus der Haft entlassen werden."

    Entsprechende Informationen bietet auch das "Amnesty Journal", das monatlich erscheinende offizielle Presseorgan der deutschen Sektion von Amnesty International.

    (j.z., 20.12.2006)

    Einsatzfälle weltweit - www.amnesty.de


    Weitere Berichte unter - Nachrichten / Deutschland


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