Kontakt Impressum
  Home

  Nachrichten

  Kurzmeldungen

  Termine


  Appellfälle

  Eilaktionen

  Erfolge


  Bücher
  und Autoren


  Buchtipps

  Filmtipps

  Neu-
  erscheinungen


  Wir über uns

  Unsere Arbeit

  Mitmachen

  Spenden


  Amnesty
  International


  Berichte
  und Aktionen


  Weitere Links


Länderberichte, © Amnesty International Länderberichte
Aserbaidschan


Briefe gegen
das Vergessen:
Eynulla Fettullayev
(Aserbaidschan)



 
Koordinationsgruppe 2907, Amnesty International
 


Aserbaidschan

Nationalflagge Republik Aserbaidschan


Keine unabhängige Berichterstattung
vor der Präsidentschaftswahl

Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert die Berichterstattung aserbaidschanischer Medien vor der Präsidentschafts-
wahl am 15. Oktober 2008.
Danach werde der amtierende Präsident Ilham Alijew in den Medien stark überrepräsentiert. Über die Gegenkandidaten und ihre Programme haben die Medien hingegen sehr wenig berichtet. Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass die einseitige Berichterstattung die Wählermeinung beeinflusst habe, erklärte ROG.

Die Menschenrechtsorganisation zählt Präsident Aliev zu den weltweit größten Feinden der Pressefreiheit.

(rg, 17.10.2008)

Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 17.10.2008

Keine unabhängige Berichterstattung in ... (10/2008) - www.reporter-ohne-grenzen.de




Foto: © Institute for Reporter Freedom and Safety/Amnesty International
Eynulla Fatullayev

Verurteilung von Eynulla Fatullaiev

Chefredakteur muss für acht Jahre hinter Gitter


Der aserbaidschanische Journalist Eynulla Fatullayev, Chefredakteur und Mitbegründer der Zeitungen "Reanly Aserbaidschan" und "Gundelik Aserbaidschan", muss für achteinhalb Jahre ins Gefängnis und umgerechnet 230.000 US-Dollar Strafe zahlen.

Fatullayev hatte in einem Artikel über Aserbaidschans Unterstützung der US-Militäroperationen in der Region geschrieben. Er wurde der Bedrohung durch Terrorismus, der Steuerhinterziehung und Anstiftung zum Rassenhass schuldig gesprochen. "Ein skandalöses Urteil, das auf keinerlei Beweisen beruhe", so Reporter ohne Grenzen.

Nach Angaben der Organisation seien neben Fatullayev sechs weitere Journalisten in Aserbaidschan im Gefängnis. ROG zählt Präsident Aliev zu den weltweit größten Feinden der Pressefreiheit.

(h.m., 16.11.2007)

Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 02.11.2007

Achteinhalb Jahre Haft und hohe Geldstrafe ... (11/2007) - www.reporter-ohne-grenzen.de




Aserbaidschan - vergebliche Hoffnungen

Für Russland wie für den Westen ein begehrter Partner


Foto: © Newspaper Monitor/Amnesty International
Chefredakteur Elmar Huseynov wurde
am 2. März 2005 in Baku ermordet
Wie bei vielen anderen Ländern wird auch hier aus wirtschaftlichen und strategischen Interessen von beiden Seiten über gravierende demokratische Defizite hinweggesehen. Das Land hat bedeutende Rohstoffvorkommen. Die USA, wie übrigens auch die Bundesrepublik Deutschland, unterhalten dort Luftwaffen-Stützpunkte.

Einschränkung der
jahrelang erkämpften Pressefreiheit

Die Einschränkung der Pressefreiheit begann sofort nach der Machtübernahme 1993 durch den ehemaligen Ersten Sekretär des Landes der vormaligen Sowjetunion Hejdar Alijew, wodurch auch die Demokratiebewegung in Aserbaidschan beendet wurde. Die Zensurbehörde wurde, als "Hauptamt für Literatur" getarnt, wieder eingerichtet. Die Hoffnung, unter dem Druck von Organisationen, wie OSZE und Europarat, deren Mitglied das Land ist, werde sich die Lage der Pressefreiheit wieder verbessern, erfüllten sich nicht.

Zwar wurde unter der Einwirkung von außen 1998 die Zensur wieder abgeschafft, die Machthaber wichen jedoch auf andere Methoden der Behinderung und Unterdrückung aus. So werden beispielsweise Prozesse gegen Zeitungen wegen "Beleidigung der Persönlichkeit und Würde hoher Beamten" jahrelang hingezogen. Dieser "Straftatbestand", der unter variierenden Bezeichnungen aus vielen autoritär regierten Ländern bekannt ist, besteht immer noch. Erst Ende April dieses Jahres wurde der bekannte Journalist Eynulla Fatullayev wegen "Beamtenbeleidigung" zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Lage der Journalisten verschlechtert sich weiter

Die Präsidentschaftswahlen kurz vor dem Tod des schwer erkrankten Präsidenten 2003 ermöglichten die Übergabe der Regierungsgewalt an seinen Sohn Ilham Alijew. Für die Meinungs- und Pressefreiheit ergab sich damit keine Besserung, im Gegenteil. Die Kritik von außerhalb des Landes blieb verhalten. Im März 2005 wurde der Chefredakteur der Zeitschrift "Monitor" Elmar Huseynov ermordet. Dem folgten Angriffe auf Journalisten, Überfälle auf Redaktionen, Entführungen von Journalisten.

Kritik aus dem Westen seit Frühjahr dieses Jahres

Deutliche Kritik an der Verfolgung von Journalisten in Aserbaidschan kam u.a. aus dem US-Statedepartment, von dem für die Pressefreiheit verantwortlichen Vertreter der OSZE Miklos Harasti und vom Generalsekretär des Europarates Terry Davis. Auch der deutsche Botschafter mahnte die Pressefreiheit an. Erhebliche Zweifel an der Wirkung solcher Initiativen sind angebracht, solange die heutigen Machthaber das Land regieren. Zahlreiche Journalisten sollen sich mit dem Gedanken tragen, ihr Land zu verlassen.

Vougar Aslanov von n-ost/Frankfurt/Main (z.i., 20.09.2007)

Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung e.V. - www.n-ost.de




Kein Recht auf Meinungsfreiheit

Das Berufungsgericht in Baku hat die Haftstrafen für Rafik Tagi, Chefredakteur der Zeitung "Sanat", und für einen seiner Redakteure bestätigt. Nach Angaben von "Reporter ohne Grenzen" sind die Männer wegen "Beleidigung der Aserbaidschaner" im Mai zu drei bzw. vier Jahren Haft verurteilt worden.

Sie hatten in einem Artikel im vergangenen November den Islam kritisiert. Ihre Verurteilung stützt sich auf Artikel 283.1 des Strafgesetzbuches, der den "Aufruf zu Hass aufgrund von Nationalität, Rasse und Religion" unter Strafe stellt.

(Amnesty International Deutschland, 09/2007)

Urteile bestätigt (07/2007) - www.reporter-ohne-grenzen.de




Appelle / Berichte


Fall des Monats: Eynulla Fatullajew (10/2008) - www.autoren-magazin.de

Briefe gegen das Vergessen: Journalist Sakit Zahidov (05/2007) - www.amnesty.de

Amnesty International Jahresberichte: Aserbaidschan - www.amnesty.de




Weitere Informationen


Jailed Azerbaijani newspaper editor receives Amnesty Media Award (06/2009) - www.amnesty.org.uk

Award for jailed Azeri journalist (06/2009) - news.bbc.co.uk

Eynulla Fatullayev wins Amnesty International award (06/2009) - www.guardian.co.uk

Three years after editor's murder, Azerbaijan journalists still abused (02/2008) - www.amnesty.org

Journalist zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt (12/2007) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Council of Europe Secretary General voices concern about journalist ... (12/2007) - wcd.coe.int

Haft wegen "Beleidigung der Aserbaidschaner" (04/2007) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Alijew in Berlin: Merkel muss Medienfreiheit anmahnen (02/2007) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Ex-Minister in Mord an Journalist Huseynov verwickelt (08/2006) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Mordanschlag auf oppositionellen Journalisten (03/2006) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Journalist Elmar Hüseynov wurde erschossen (09/2005) - www.dradio.de



Weitere Nachrichten und Berichte unter - Nachrichten / Vorderasien


Zum Seitenanfang



© www.amnesty-meinungsfreiheit.de