Kontakt Impressum
  Home

  Nachrichten

  Kurzmeldungen

  Termine


  Appellfälle

  Eilaktionen

  Erfolge


  Bücher
  und Autoren


  Buchtipps

  Filmtipps

  Neu-
  erscheinungen


  Wir über uns

  Unsere Arbeit

  Mitmachen

  Spenden


  Amnesty
  International


  Berichte
  und Aktionen


  Weitere Links


Guinea-Bissau, © Amnesty International Guinea-Bissau



 
Themengruppe 2907, Amnesty International
 


Guinea-Bissau

Nationalflagge Guinea-Bissau


Verfolgung und Bedrohung von Journalisten durch
Militär und Regierungsbeamte

Guinea-Bissau nach UN-Erkenntnissen eines der Haupttransitländer
für den internationalen Drogenverkehr

Vier Journalisten renommierter Medien in Guinea-Bissau haben nach deutlichen Drohgebärden von Militär und Behörden Schutz im Untergrund gesucht. Allen Yéro Embalo, Alberto Dabo, Eva Maria Auzenda Biague und Fernando Jorge Perreira hatten ausführlich über den UN World Drug Report 2007 berichtet. Dieser Bericht benennt Guinea-Bissau als einen der wesentlichen Transitstaaten für den internationalen Drogenverkehr, insbesondere für Kokain. Die Journalisten berichteten über eine Verbindung zwischen Drogentransit und verantwortlichen Personen in Militär und Beamtenhierachie.

Im Untergrund aus Angst vor Verhaftung und Folter

Auf diese Veröffentlichung hin wurden Allen Yéro Embalo und Alberto Dabo von Militäroffizieren aufgefordert, sich in einer Radiosendung öffentlich zu entschuldigen und die Behauptungen zurückzunehmen. Nach ihrer Weigerung erging der Befehl, sich bei der Polizei zu melden. Aus Angst vor Verhaftung und Folter gingen die vier Journalisten in den Untergrund.

Angesprochen auf das Problem des Drogenverkehrs in Guinea-Bissau äußerste der Menschenrechtsverteidiger Mario Sa Gomes in einer Radiosendung, dass man nach seiner Ansicht dem Problem am effektivsten begegnen würde, wenn man alle mit der Thematik befassten Militärs und Beamte sofort entließe. Daraufhin wurde auch er durch das Militär zu einer öffentlichen Entschuldigung und zur Rücknahme seiner Anschuldigung aufgefordert. Nach seiner Weigerung wurde sein Haus mehrfach durchsucht, und es erging Haftbefehl an ihn. Auch Gomes entzog sich einer Verhaftung, indem er untertauchte.

Amnesty International erinnert die Verantwortlichen in Regierung und Militär an ihre Verpflichtungen zu internationalen Verträgen, der Verfassung Guinea-Bissaus und dem Pressegesetz, die allesamt keine Grundlage für eine derartige Verfolgung bieten würden.

(KR, 04.09.2007)

Quelle: Amnesty International News 158/2007 vom 16.08.2007

Sorge um die Sicherheit von vier Journalisten und ... (08/2007) - www.amnesty.de

Drug barons turn Bissau into Africa's first narco-state (07/2007) - news.independent.co.uk

UN World Drug Report 2007 - www.unodc.org




Weitere Informationen


Cocaine and coups haunt gagged nation (11/2007) - ROG-Bericht (pdf)

Guinea-Bissau (Amnesty International Jahresberichte) - www.amnesty.de



Weitere Berichte unter - Nachrichten / Afrika


Zum Seitenanfang



© www.amnesty-meinungsfreiheit.de