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Koordinationsgruppe 2907, Amnesty International
 


Iran

Nationalflagge Islamische Republik Iran


Arzhang Davoudi, Foto: © privat/AI
Schriftsteller Arzhang Davoudi

Schriftsteller Arzhang Davoudi
verbüßt 15-jährige Haftstrafe

Seit 2003 inhaftiert

Arzhang Davoudi, Schriftsteller und Direktor des Kulturbildungszentrums "Parto-e Hekmat" in Teheran, verbüßt eine 15-jährige Haftstrafe im Gefängnis der Stadt Bandar Abbas. Obwohl er an gesundheitlichen Problemen leidet, wird ihm die medizinische Versorgung verweigert. Amnesty international betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen.

Arzhang Davoudi war im Oktober 2003 festgenommen worden, nachdem er bei der Produktion der heimlich gefilmten Fernsehdokumentation "Forbidden Iran", in der Kritik an den iranischen Behörden geübt wurde, mitgewirkt hatte.

Einzelhaft, Folter, Peitschenhiebe

Er wurde in einer Einrichtung der Revolutionsgarden in Einzelhaft gehalten und schwer gefoltert. Er wurde später in zwei weitere Hafteinrichtungen verlegt, bevor man ihn im September 2005 in das Gefängnis von Bandar Abbas brachte. Er darf lediglich einmal in der Woche für 15 Minuten seine Zelle verlassen, um sich im Gefängnishof aufzuhalten.

Der Schriftsteller wurde mindestens ein Jahr lang ohne Anklageerhebung in Haft gehalten. Während dieser Zeit forderte man ihn mindestens dreimal auf, ein vorgefertigtes mehrere Seiten langes "Geständnis" zu unterzeichnen. In einem Brief aus dem Gefängnis erklärte Arzhang Davoudi im Juli 2005, er sei zu 15 Jahren Haft, 70 Peitschenhieben und fünf Jahren Hausarrest verurteilt worden.

Die gegen ihn erhobenen Anklagen lauteten unter anderem auf Gründung und Leitung der iranischen Befreiungsbewegung, Verfassen eines Buches, in dem er einen säkularen Iran forderte, und Beteiligung an der Produktion der Dokumentation "Forbidden Iran".

(rg, Juli 2007)

Quelle: Amnesty International

Arzhang Davoodi (08/2004) - www.amnesty.de

Arzhang Davoodi (03/2004) - www.amnesty.de

The story - "Forbidden Iran" (01/2004) - www.pbs.org



Weitere Berichte unter - Nachrichten / Vorderasien


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