Polizei schließt Internet-Cafés
Webseiten müssen beim Kultusministerium registriert werden
Iran ist eines der Länder mit der schärfsten Internetzensur. Am Sonntag, den 16. Dezember 2007, schloss die
Teheraner Polizei schlagartig 24 Internet-Cafés. Am Tag zuvor hatten 170 Internet-Cafés der Hauptstadt
bereits eine Warnung wegen möglicher Schließung erhalten.
Seit gut einem Jahr müssen, laut
Reporter ohne Grenzen, Webseiten mit Informationen über den Iran beim
Iranischen Kultusministerium registriert werden.
Der Ministerrat gibt als Gründe für das Verbot von Webseiten unter anderem an:
- Beleidigung des Islam oder anderer monotheistischer Religionen,
- Verbreitung separatistischer Ideologien,
- Veröffentlichung falscher Informationen
- sowie von in das Privatleben einer Person eingreifenden Nachrichten.
Auf der Rangliste von
Reporter ohne Grenzen zur weltweiten Lage der Pressefreiheit nimmt Iran
den viertletzten Platz ein.
(zi, 22.12.2007)
Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 18.12.2007
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