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Leipziger Buchmesse, Foto: © Messe Leipziger
Buchmesse


 

Koordinationsgruppe 2907, Amnesty International

Unsere Kurzmeldungen

enthalten Mitteilungen von oder Hinweise auf Sachverhalte und Vorgänge, die uns besonders bemerkenswert, brisant, vielleicht sogar empörend vorkommen und die wir deshalb für mitteilenswert ansehen, auch wenn sie nicht in unseren Themenbereich fallen.

Sollten Sie von einer diesbezüglichen Nachricht schon Kenntnis haben,
richten wir trotzdem gerne noch einmal Ihre Aufmerksamkeit darauf.

In unserer temporeichen und oft auch ebenso schnellfertigen
Zeit vergisst man ja so leicht wieder ...



Deutschland

Bundestag will weltweites Eintreten für Pressefreiheit

Deutschland soll sich nach dem Willen des Bundestags weltweit für die Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen und einer Zensur des Internets entgegentreten.

Das Parlament billigte am Donnerstagabend einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen. Darin werden unter anderem Repressalien gegen Journalisten in China, Nordkorea, Birma und Kuba angeprangert. Darüber hinaus bemängelten die Abgeordneten, in einigen Ländern wie Russland und der Ukraine würden Morde an Journalisten nur schleppend aufgeklärt. Kritisiert wird ferner die staatliche Kontrolle von Internetangeboten in China und dem Iran.

Berlin (dpa) vom 19.06.2008

Quelle: Pressestelle, Amnesty International, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.




Deutschland

30. Todestag eines zu Unrecht vergessenen Dichters und Menschenrechtsaktivisten

Literaturwettbewerb der Armin T. Wegner Gesellschaft und Amnesty Schwelm/Wuppertal

Armin T. Wegener gehört zu den vielen im "Dritten Reich" verfolgten und aus Deutschland vertriebenen Dichtern, die dann nahezu oder ganz in Vergessenheit gerieten. Wegener ist aber auch darüber hinaus, abgesehen von seinem interessanten und "spannenden" Lebenslauf, mit seinem energischen, unerschrockenen Einsatz für Frieden und Menschenrechte eine uns unmittelbar angehende Persönlichkeit, die es verdient, dem Vergessen entrissen zu werden.

Der von der Armin T. Wegner Gesellschaft in Kooperation mit der Wuppertaler Amnesty-Gruppe ausgeschriebene literarische Wettbewerb zum Thema "Menschenrechte", auch passend zu "60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" in diesem Jahr, ist geeignet, dazu beizutragen.

Armin T. Wegner Gesellschaft und Amnesty International Schwelm/Wuppertal (01/2008)

Armin T. Wegner, Schriftsteller, Pazifist, Menschenrechtsaktivist - Ein spannungsreiches Leben

Armin T. Wegner: Ein vergessener Bestseller-Dichter - www.armin-t-wegner.de

Armin T. Wegner Gesellschaft e.V. - www.armin-t-wegner.de




Irland

Streubomben: Teuflische Waffe - nicht wirklich gebannt

Vereinbarung des Verbots von Streubomben - aber die Hauptproduzenten und Länder mit den größten Lagerbeständen machen nicht mit

Sie bleiben ungerührt und verweigerten sich, als sich jetzt in Dublin 100 Staaten auf ein Verbotsabkommen einigten: die USA, Russland, China, Indien, Pakistan und auch Israel bleiben außen vor.

Die so "einfache", oder soll man zynisch sagen, "einleuchtende", wie effektive Erfindung menschlicher Intelligenz im Dienste von Macht-"Spielen" und gnadenloser militärischer Taktik - sie erspart womöglich eigene Opfer und "räumt" großflächig im Feindgebiet "auf" - hatte schon für Zehntausend in Kriegsgebieten nach Ende der Kriegshandlungen verheerende Wirkung, weil die von der Explosion weit gestreuten "Bomblets", wenn sie nicht zur Wirkung kommen, sich auch nicht selbst zerstören und eine bleibende Bedrohung darstellen. Gerade herumstreifende Kinder werden oft zerfetzt, verstümmelt, verkrüppelt, entstellt, wenn sie die Streumunition für "Spielzeug" nehmen. In 30 Ländern sollen Zivilisten noch immer durch diese schrecklichen Überbleibsel moderner Kriegführung bedroht sein. Automatische Räumung "verseuchter" Gebiete ist nicht möglich, sie müssen mühsam, sozusagen von Hand, "gereinigt" werden.

Verfrühter und übertriebener "Jubel" über das Ergebnis von Dublin

Angesichts der sich verweigernden Hauptakteure, die die größten Mengen an Streubomben gelagert haben und auch nach wie vor einzusetzen gewillt sind, lässt sich offizieller "Jubel" über den "Erfolg" von Dublin oder die Verlautbarung von einem „entscheidenden Schritt, die Welt sicherer zu machen“ nicht so ohne Weiteres nachvollziehen. Zumal auch hier wieder, wie so oft bei internationalen Vereinbarungen, "Ausnahmen" eingeräumt wurden. 95 Prozent der deutschen Bestände, zum Beispiel, sind zwar von dem Dubliner Bann betroffen. Unter die Ausnahmeregelung fällt die auch hierzulande produzierte "Smart 155-Munition" - wieso und warum?

Eigener Bericht (zi, 30.05.2008)

Quellen: Verschiedene Nachrichtendienste Mai 2008




Guantanamo/Uiguren

Kein Land will sie aufnehmen

Unschuldige uigurische Gefangene bleiben deshalb in Guantanamo

Die USA will die sechzehn Uiguren, die schon lange für unschuldig befunden wurden, freilassen. Sie soll sie 90 Staaten zur Aufnahme angeboten haben; sie selbst genehmigen ehemaligen Guantanamo-Häftlingen die Einreise nicht.

Auch die deutsche Regierung sprach sich gegen die Aufnahme aus. Zwar gibt es in München die größte Uiguren-Gemeinde Europas mit 500 Mitgliedern, die sämtlich gut integriert sein sollen, und einer aktiven und agilen Exilorganisation, die sich bereit erklärt hat, die Unterbringung und Versorgung voll zu übernehmen, so dass dem deutschen Steuerzahler keine Belastung entstünde. Nach dem Prinzip der deutschen Außenpolitik will aber Steinmeier die Chinesen, für die alle Uiguren "Terroristen" sind, auch damit nicht verärgern.

Die Motive der übrigen Regierungen werden entsprechend sein. Würden diese hilflosen Menschen an die Chinesen ausgeliefert, kämen sie aus einer Hölle in die andere.

(zi, 29.05.2008)

Quelle: 3sat "Kulturzeit" vom 28.05.2008

Das Schicksal von Uiguren, die in Guantanamo inhaftiert sind (05/2008) - www.3sat.de




Foto: Frankfurter Buchmesse

Deutschland

Frankfurter Buchmesse 2008

Türkische Literatur und Kultur bringen Farbe nach Frankfurt

Vorstellung des Programms des Ehrengastes Türkei

Unter dem Motto "Türkei - Faszinierend farbig" wird die Türkei in diesem Jahr als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse im Mittelpunkt stehen. Die gesamte Bandbreite türkischer Literatur, das historische Kulturerbe sowie die modernen Facetten des Landes sollen dabei einem internationalen Publikum präsentiert werden. In Frankfurt stellte heute das Organisationskomitee "Ehrengast Türkei der Frankfurter Buchmesse 2008" das Messe- und Kulturprogramm vor.

Wie die FAZ berichtete, wird der Nobelpreisträger Orhan Pamuk am 14. Oktober die Frankfurter Buchmesse eröffnen, zusammen mit Außenminister Steinmeier und dem türkischen Staatsoberhaupt Abdullah Gül.

(Quellen: Pressemeldung der Frankfurter Buchmesse und FAZ.net vom 12.06.2008)

Pressekonferenz Ehrengast 2008 Türkei (06/2008) - www.buchmesse.de

Türkische Literatur und Kultur bringen Farbe nach Frankfurt (pdf, 06/2008) - www.buchmesse.de

Buchmesse: Gastland Türkei will farbig faszinieren (06/2008) - www.faz.net

Gastland Türkei - Auftritt im Zeichen des Kulturkampfs (10/2008) - de.qantara.de




Gastland Türkei 2008, Foto: © Frankfurter Buchmesse

Deutschland

Internationale Buchmesse Frankfurt am Main 2008

Gastland Türkei präsentiert sich faszinierend farbig

Nach den Worten des türkischen Kulturministers Ertugral Günay auf der ersten Pressekonferenz des Gastlandes Türkei während der Frankfurter Buchmesse 2007 bedeute der Pluralismus, den "manche zerstören" wollten, "kultureller Reichtum". Auf der Buchmesse als "Tor zur Welt" wolle die Türkei damit den Anfang machen, diesen Reichtum "künftig in alle Welt zu tragen".

Besondere Verbindung zwischen Deutschland und der Türkei

Im dicht gefüllten Pressezentrum wies Buchmessendirektor Jürgen Boos auf die "besonderen Beziehungen" zwischen Deutschland, mit gut 2,5 Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln, und der Türkei hin. Obwohl es längst eine deutsch-türkische Literatur gebe, sei aber sowohl in Deutschland wie in der Türkei die beiderseitige moderne Literatur nur "punktuell" bekannt.

Vielfarbiges Logo als symbolisches "Netz" der kulturellen Vielfalt

Was auf den ersten Blick vielleicht wie ein "Irrgarten“ anmute, kann bei näherem Hinschauen als Zeichen einer "vielfarbigen", nach allen Seiten offenen Kultur wahrgenommen werden; wie sie das Gastland auf der diesjährigen Buchmesse vermitteln will.

(zi, 19.01.2008)

Quelle: Pressemeldung der Frankfurter Buchmesse vom 11.10.2007

Frankfurter Buchmesse 2008 - Ehrengast Türkei - www.buchmesse.de

Pressekonferenz Vorschau Gastland 2008 Türkei (10/2007) - Rede von Ertugral Günay (pdf)

Pressekonferenz Vorschau Gastland 2008 Türkei (10/2007) - Rede von Juergen Boos (pdf)




Leipziger Buchmesse 2008, Foto: © Messe

Deutschland

Leipziger Buchmesse 2008 stark nachgefragt

Weiterer Aussteller- und Flächenzuwachs

Das Interesse an der Leipziger Buchmesse ist stärker als je zuvor. "Der Anmeldestand sowohl bei den Ausstellern als auch bei der Fläche liegt deutlich über dem des vergleichbaren Vorjahreszeitpunktes", verkündete Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, im November 2007.

Demnach werden zum kommenden Frühjahrsereignis der Buch- und Medienbranche mehr als 2.300 Aussteller in Leipzig erwartet. Die Zuwächse würden sich vorrangig durch vermehrte Anmeldungen kleiner und unabhängiger Verlage begründen, besonders aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch, aber auch aus dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur.

Schwerpunktthema der diesjährigen Buchmesse wird Kroatien sein. Die Leipziger Buchmesse legt bereits seit vielen Jahren auf die Förderung der Literaturen aus Mittel- und Osteuropa großen Wert.

"Unser wichtigstes Ziel ist es, eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit auf die kroatische Literaturlandschaft zu lenken", erklärte Zille. "In dem insgesamt auf drei Jahre angelegten Projekt wird daran gearbeitet, die kroatische Literatur und ihre interessantesten Autoren auf dem deutschen Buchmarkt stärker bekannt zu machen und nachhaltig zu verbreiten."

Die Leipziger Buchmesse 2008 findet vom 13. - 16. März auf dem neuen Messegelände Leipzig statt. Die Öffnungszeiten sind täglich von 10.00-18.00 Uhr.

(rg, 10.01.2008)

Quelle: Pressemeldung der Leipziger Messe vom 12.11.2007

Schwerpunktpräsentation Kroatien der Leipziger Buchmesse 2008 - www.crobuch.de

"Leipzig liest 2008" - Rückblick zum Lesefest der Leipziger Buchmesse - www.leipzig-liest.de




Leipziger Buchmesse 2007, Foto: © Messe

Leipziger Buchmesse 2007 erneut zugelegt

Wieder Steigerung der Zahl der Aussteller und Besucher

In Jahr 2007 hat sich die Zahl der Aussteller auf dem modernen Leipziger Messegelände bei dem längst gut etablierten zweiten Branchentreffen internationaler Buchverlage in Deutschland erneut erhöht.

127.000 Besucher kamen an den vier Tagen auf das Messegelände (2006: 126.000). Auf 63.000 Quadratmetern verschafften sie sich einen Überblick zu den Neuerscheinungen von 2.348 Ausstellern aus 36 Ländern. Rund 2.600 Journalisten aus 28 Ländern berichteten über den internationalen Branchentreff von Autoren, Verlagen, Fachbesuchern und dem lesefreudigen Publikum im Leipziger Frühjahr.

Slowenen fühlten sich gut aufgehoben

Überaus zufrieden zeigten sich die Slowenen, die in diesem Jahr mit einer Schwerpunktpräsentation nach Leipzig kamen: "Wir fühlten uns hier sehr gut aufgehoben. Gefreut haben wir uns über die tolle Resonanz. Mehrere Hundert Besucher kamen zu unseren Leipzig-liest-Veranstaltungen. Wir sind uns sicher, dass wir den Menschen Slowenien ein Stück näher bringen konnten", sagte Urška Cerne, Programmleiterin des slowenischen Gemeinschaftsstandes.

"Leipzig liest" mit zehntausenden Besuchern

Die 1.900 Veranstaltungen mit mehr als 1.500 Autoren innerhalb von "Leipzig liest" waren mit zehntausenden Zuhörern wieder ein Literaturfestival der Superlative. Zu den Höhepunkten von "Leipzig liest" zählte die Lange Leipziger Lesenacht am Messedonnerstag. Mehr als 1.000 Interessierte kamen in die Moritzbastei, um den insgesamt 46 Autorinnen und Autoren zuzuhören.

"Wir sind sehr zufrieden. Alle Lesungen waren exzellent besucht, das Publikum war noch konzentrierter als in den Jahren zuvor. Nach nur zwei Jahren hat sich die Lesenacht als feste Größe innerhalb von 'Leipzig liest' etabliert", sagte Claudius Nießen, Hauptorganisator der langen Leipziger Lesenacht.

(rg, 10.01.2008)

Quelle: Pressemeldung der Leipziger Messe vom 25.03.2007

Leipziger Buchmesse endet mit großartiger Bilanz (03/2007) - www.leipziger-messe.de




Internet

Internet

Gewaltverherrlichung und rechte Hetze auf der Internetplattform "YouTube"

Eklatantes Beispiel für Grenzen der Meinungsfreiheit

Reaktion des Google-Konzern nach heftiger Kritik

Der Google Konzern, zu dem "YouTube" gehört, hat nach Mitteilung des Google-Sprechers Kay Oberbeck an "Stern.de", dem Online-Magazin der Hamburger Zeitschrift "Stern", alle Filme mit rechtsextremem Inhalt schnellstmöglich aus ihrem Angebot löschen.

"Es ist selbstverständlich, dass Youtube selbst größtes Interesse hat, illegale, volksverhetzende Videos von der Plattform zu entfernen", sagte Oberheck.

Die Video-Plattform "YouTube", auf der jedweder User seine Video-Programme herausbringen kann, war in heftige Kritik geraten, nachdem dort Gewalt verherrlichende und Hetztiraden enthaltende Programme rechtsextremer Machart aufgetaucht waren.

Eigener Bericht (j.z., 30.08.2007)

Quelle: dpa Berlin vom 29.08.2007

Nazis raus! (08/2007) - www.stern.de

Die Kläger sammeln sich vor Google (08/2007) - www.stern.de

Google kauft Youtube (10/2006) - www.stern.de




Preisverleihung

Hilde-Domin-Preis für Exilliteratur an Sherko Fatah

Der mit 15.000 Euro dotierte Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil der Stadt Heidelberg geht in diesem Jahr an den irakischen Kurden Sherko Fatah. Der Schriftsteller wird insbesondere für seine Romane "Im Grenzland" und "Onkelchen" (Verlag Jung und Jung) geehrt. - Die Jury würdigte ihn für "seine eindrucksvollen Schilderungen von Gewalt, Krieg und das Grenzgängertum zwischen den Welten. Aufgewachsen zwischen zwei verschiedenen Kulturen hat er das Exil zum literarischen Thema gemacht."

Der 1964 im damaligen Ost-Berlin als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen geborene Fatah wuchs in der DDR auf. 1975 kam er nach Westdeutschland. Heute lebt er als freier Autor im wiedervereinigten Berlin.

(dpa, 06.07.2007)

Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil 2007 (07/2007) - www.heidelberg.de

Informationen zu den Büchern unter - Buchtipps / Irak / Sherko Fatah




Bundesrepublik Deutschland

Deutschland

"Journalistische Grundversorgung" durch den Staat?

Jürgen Habermas macht sich Sorgen um die Rolle der Presse

"Wenn es um Gas, Elektrizität oder Wasser geht, ist der Staat verpflichtet, die Energieversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Sollte er dazu nicht ebenso verpflichtet sein, wenn es um jene andere Art von "Energie" geht, ohne deren Zufluss Störungen auftreten, die den demokratischen Staat selbst beschädigen?" schreibt Jürgen Habermas in einem Essay, der in der Süddeutschen Zeitung und in der französischen Le Monde erschien.

Habermas plädiert dafür, die qualitätsvolle meinungsbildende Presse, die zuverlässig informiert und sorgfältig kommentiert, notfalls mit staatlichen Subventionen zu unterstützen, deren Arbeit auf aufwändiger Recherche und "nicht gerade kostenloser Expertise" beruhe. Wenn sie ihre "diskursive Vitalität" verliere, würde die Öffentlichkeit den populistischen Tendenzen keinen Widerstand mehr entgegensetzen und könnte nicht mehr die Funktion wahrnehmen, die sie im Rahmen eines demokratischen Rechtsstaates erfüllen müsse.

Es ist natürlich bedenkenswert, warum der Philosoph und Soziologe gerade jetzt mit diesem Appell hervortritt. Aber einmal abgesehen davon, dass der Staat mehr und mehr dahin tendiert, seine Zuständigkeit und Verantwortung für die anfangs genannten Bereiche der Grundversorgung an privatwirtschaftliche Unternehmungen abzutreten, ist umgekehrt die Idee staatlicher Unterstützung für Journalismus und Presse doch wohl in hohem Maße bedenklich, so sehr man die Sorge von Habermas teilen kann.

(j.z., 25.05.2007)

Habermas: "Keine Demokratie kann sich das leisten" (05/2007) - www.sueddeutsche.de



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