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Länderberichte, © Amnesty International Länderberichte
Libanon



 
Koordinationsgruppe 2907, Amnesty International
 


Libanon

Nationalflagge Libanesische Republik



Fernsehmoderatorin May Chidiac wieder da

Nahm zehn Monate nach dem Attentat ihre Arbeit im Studio wieder auf

Im September 2005 wurde die libanesische Moderatorin des Fernsehsenders "LBS", May Chidiac, von einer Bombe verstümmelt und schwer verletzt. Sie hat das Attentat überlebt, aber ihr linkes Bein und ihre linke Hand mussten amputiert werden.

Nach 26 Operationen, zehn Monaten medizinischer Behandlung und Rehabilitation nahm sie ihre Arbeit wieder auf. Sie kehrte mit der neuen Sendung "Unerschrocken" vor die Fernsehkamera zurück und schrieb ein Buch mit dem Titel "Ich werde nicht schweigen".

(Quellen: zdf.de, 3sat.de, spiegel.de, Februar 2008)

Interview mit May Chidiac (03/2008) - www.cicero.de

SPECIAL zu May Chidiac "Ich werde nicht schweigen!" (03/2008) - www.randomhouse.de

May Chidiac: "Ich werde nicht schweigen" (02/2008) - www.randomhouse.de

"Ich bin noch da!" Eine unbeugsame Journalistin (02/2008) - aspekte.zdf.de




Einschränkungen von Meinungs- und Pressefreiheit

Aus den Jahresberichten von Amnesty International

Berichtsjahr 2005

Der Journalist und Politiker Gibran Tueni, dessen Kritik an der Einmischung Syriens in die inneren Angelegenheiten des Libanon allgemein bekannt war, fiel am 12. Dezember einem Autobombenattentat zum Opfer. Mit ihm starben zwei weitere Menschen.

(Amnesty International, Jahresbericht 2006)

Berichtsjahr 2004

Im Berichtszeitraum waren erneut Angriffe auf die Rechte auf freie Meinungsäußerung und Vereinigungsfreiheit festzustellen.

Im März musste Adonis Akra, ein Professor der Libanesischen Universität, mehrmals vor dem Publikationsgericht in Beirut wegen der Veröffentlichung eines Buches, das Einzelheiten über die in einem syrischen Gefängnis gegen ihn angewandten Foltermethoden enthielt, zwecks Einvernahme erscheinen. Er wurde beschuldigt, die Beziehungen Libanons zu einem befreundeten Land zu unterminieren und das Ansehen der dortigen Führung zu beschädigen. Im Februar 2003 war Adonis Akra für sieben Stunden in Haft genommen und gezwungen worden, das Erscheinen des Buches rückgängig zu machen. Das Buch wurde in der Folge im Libanon verboten, Vervielfältigungsexemplare beschlagnahmt und gegen den Verlag Dar al-Tali’ah Anklage erhoben.

(Amnesty International, Jahresbericht 2005)

Libanon (Jahresberichte Amnesty International) - www.amnesty.de




Weitere Informationen


Verlage im Libanon: Ungleiche Nachbarn (05/2010) - de.qantara.de

Interview mit Joumana Haddad: Erotik ist der Puls des Lebens (09/2009) - de.qantara.de

Fotoasstellung: Libanons Schatten der Vergangenheit (07/2008) - de.qantara.de

Sieben Medienleute verletzt (07/2006) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Pressefreiheit im Libanon: Medien im Aufbruch (06/2006) - de.qantara.de

Anschläge gegen syrien-kritische Journalisten (02/2006) - www.dradio.de

Kolumnist Samir Kassir ermordet (06/2005) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Frankfurter Buchmesse: Der unbekannte Ehrengast (10/2004) - www.dw-world.de



Weitere Nachrichten und Berichte unter - Nachrichten / Vorderasien


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