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Journalist U Win Tin
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U Win Tin ist endlich frei!
Nach 19 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen
Nach Berichten von
Amnesty International und
Reporter ohne Grenzen wurde der Journalist und Oppositionspolitiker
U Win Tin am letzten Dienstag, den 23. September, im Zuge einer Amnestie
aus dem Gefängnis Insein bei Rangun entlassen.
Kurz nach seiner Freilassung sagte er gegenüber Journalisten, dass er weiter politisch
aktiv sein werde, denn er sei ein politischer Mensch. So habe er seine politische
Rolle nie aufgegeben und deswegen das Dokument 401 nie unterschrieben. Auch wolle er
weiterhin
Aung San Suu Kyi und die "Nationale Liga für Demokratie"
unterstützen.
Reporter ohne Grenzen und
Amnesty International begrüßen die Freilassung von Win Tin.
Die Menschenrechtsorganisationen hatten sich über Jahre für die Freilassung des Journalisten eingesetzt.
Zusammen mit U Win Tin kamen sechs weitere politische Gefange frei. Einer von ihnen,
U Win Htein, wurde nur wenige Stunden nach seiner Freilassung erneut verhaftet und in
das Gefängnis von Kathar im Nordwesten von Myanmar überführt. Dies illustriere erneut -
so
Amnesty International, dass sich grundsätzlich an der Politik der Machthaber in
Myanmar nichts geändert habe.
(rg, 27.09.2008, aktualisiert 30.09.2008)
Quellen: Amnesty International vom 23. und 26.09.2008, Reporter ohne Grenzen vom 24.09.2008
Militärjunta lässt Regierungskritiker frei (09/2008) -
www.sueddeutsche.de
One of Myanmar's longest serving political prisoners released (09/2008) -
www.amnesty.org
Released prisoner rearrested in Myanmar (09/2008) -
www.amnesty.org
Win Tin wird inzwischen im Krankenhaus behandelt
Wie
Reporter ohne Grenzen (ROG) berichtet, wird der 78-jährige, inhaftierte
Journalist
Win Tin inzwischen in einem Krankenhaus behandelt. Er leidet offenbar
an einer Bronchitis.
Amnesty International und
Reporter ohne Grenzen fordern die sofortige
Freilassung des Journalisten (siehe Bericht unten).
(rg, 26.07.2008)
Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 17.07.2008
Gesundheitszustand von Journalist U Win Tin
erneut verschlechtert
19 Jahre seiner 20-jährigen Haftstrafe sind bereits verbüßt
Einem Bericht von
Reporter ohne Grenzen (ROG) zufolge hat sich der Gesundhreitszustand des
Journalisten
U Win Tin, der nunmehr 19 Jahre im Gefängnis in Myanmar einsitzt,
in den letzen Tagen zusehens verschlechtert. Er leide an einer Lungenkrankheit, habe
wiederkehrende Asthmaanfälle und wirke schwach und abgemagert.
Erst im Februar 2008 war der Inhaftierte in einem Ranguner Krankenhaus operiert
und nach nur 20 Tagen zurück ins Gefängnis in Einzelhaft verbracht worden (siehe unten).
Reporter ohne Grenzen und die
Burma Media Association (BMA) fordern erneut die umgehende
Freilassung des inhaftierten Journalisten Win Tin.
Seit seiner Festnahme im Jahr 1989 wurde U Win Tin in drei Gerichtsverfahren zu insgesamt 20 Jahren Gefängnis verurteilt.
Im letzten Prozess vom März 1996 verurteilte man ihn zu einer siebenjährigen Haftstrafe,
weil er mit UNO-Vertretern über Folter und die ungenügende medizinische Versorgung im Gefängnis gesprochen hatte.
Außerdem hatte er in der Haft Artikel verfasst und an Mitgefangene weitergegeben. Die Behörden bezeichneten
dies als "geheime Propaganda zur Anstiftung von Häftlingsaufständen".
Beteiligen Sie sich an der Eilaktion von Amnesty International und fordern auch Sie die sofortige und
bedingungslose Freilassung von U Win Tin.
(rg, 06.07.2008, aktualisiert 12.07.2008)
Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 30.06.2008
Gesundheitszustand von Win Tin verschlechtert (06/2008) -
www.reporter-ohne-grenzen.de
Journalist U Win Tin wieder im Gefängnis
Nach Krankenhausaufenthalt erneut in Einzelhaft
Einem Bericht von
Reporters without Borders zufolge ist der Journalist
U Win Tin inzwischen -
nur 20 Tage nach einer Operation - wieder in das Gefängnis Insein bei Rangun zurückgebracht worden. Dort befindet er
sich erneut in Einzelhaft.
Win Tin war am 22. Januar 2008 in das Allgemeinkrankenhaus von Rangun gebracht und operiert worden.
Am 7. Februar habe er dann Besuch von Regierungsvertretern erhalten, die ihm die Freiheit
angeboten hätten, wenn er sich von der oppositionellen
Nationalen Liga für Demokratie lossagen und
auf alle pro-demokratischen Aktivitäten verzichten würde. Wie bei ähnlichen Angeboten zuvor habe er auch
dieses erneut ausgeschlagen.
(rg, 14.02.2008)
Quelle: Reporters Without Borders vom 11.02.2008
Sorge um Gesundheitszustand und Haftbedingungen von Regimekritikern
Journalist U Win Tin im Krankenhaus
Wie
Reporters Without Borders berichteten, wurde der bekannte burmesische Journalist
U Win Tin am
22. Januar 2008 in das Allgemeinkrankenhaus von Rangun eingeliefert, wo er in den kommenden
Tagen operiert werden soll. Verwandte und Freunde konnten ihn in seinem Krankenzimmer, das unter
polizeilicher Bewachung steht, besuchen.
Der inzwischen 77-jährige Win Tin wurde 1989 wegen seiner Kritik an der Militärregierung zu
zwanzig Jahren Haft verurteilt. Seitdem sitzt er in Einzelhaft im Gefängnis Insein in der
Nähe von Rangun. Ihm wird seit Jahren weder eine angemessene medizinische Versorgung noch das
Recht auf Schreiben gewährt. Auch eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis kam trotz inzwischen
angeschlagener Gesundheit - Win Tin habe bereits den zweiten Herzinfakt erlitten ? bisher nicht in Frage.
Reporter ohne Grenzen hatte den Journalisten, der sich beharrlich zu einer friedfertigen demokratischen
Erneuerung seines Landes bekennt, im Dezember 2006 mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet.
Dichter Saw Wai in Haft wegen versteckter Botschaft im Liebesgedicht
Ebenfalls am 22. Januar wurde der beliebte burmesiche Dichter und Aktivist
Saw Wai verhaftet.
Er hatte für den Valentinstag das Liebesgedicht "14. Februar" in der Wochenzeitschrift
Journal der Liebe veröffentlicht.
Doch neben der lieblichen Poesie enthielten die Verse mit ihren Anfangsbuchstaben gelesen den
Satz: "General Than Shwe ist verrückt nach Macht".
Der 46 Jahre alte Wai wurde zusammen mit seiner Frau festgenommen. Diese Kritik an den obersten Machthaber
Than Shwe, der mit verantwortlich ist an der blutigen Niederschlagung des Aufstandes vom September 2006,
könnte dem Poeten eine mehrjährige Haftstrafe einbringen.
Reporters Without Borders und die
Burma Media Association, die sich seit Jahren für die
Freilassung von Win Tin eingesetzen, sind besorgt über die Art, wie die beiden Menschenrechtsverteidiger
behandelt werden, weil sie lediglich ihre Meinung friedlich geäußert haben.
(rg, 24.01.2008)
Quelle: Reporters Without Borders vom 24.01.2008
Burmas Generäle haben alles im Griff (01/2008) -
www.tagesanzeiger.ch
Reporter-Menschenrechtspreis
Win Tin zum "Journalisten des Jahres 2006" gewählt
Am 12. Dezember verliehen
Reporter ohne Grenzen ihren
jährlichen Menschenrechtspreis an den Journalisten Win Tin
aus Myanmar, für den auch Amnesty sich
eingesetzt hat, und erklärten den 76-jährigen, 1998
zu 20 Jahren Haft verurteilten Win Tin zum "Journalisten des Jahres".
(j.z., 15.12.2006)
Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 12.12.2006
Reporter ohne Grenzen verleiht Menschenrechtspreis (12/2006) -
www.reporter-ohne-grenzen.de
Die Inhumanität der Herrschenden
Journalist U Win Tin seit 17 Jahren in Haft
Der Journalist
U Win Tin aus Myanmar (früher Birma) hat seit seiner
Festnahme in Rangoon am 4. Juli 1989 keinen Anspruch mehr auf seine
Grundrechte. Der 76-jährige erhält nicht die notwendige medizinische
Versorgung. In den 17 Jahren seiner Gefangenschaft hat sich sein
Gesundheitszustand stark verschlechtert. Zweimal erlitt er einen Herzinfarkt.
Zweimal im Monat untersucht ihn sein Arzt. Medikamente erhält er nur von
seiner Familie; sie darf ihn alle zwei Wochen für 20 bis 25 Minuten
besuchen. Diese ist auch seine einzige Informationsquelle. Mitgebrachte
Zeitschriften unterliegen der Zensur. Das Recht auf Schreiben wird ihm
verweigert.
U Win Tin soll seinem Kampf für Demokratie und Meinungsfreiheit in Myanmar
abschwören; dann wolle man ihn freilassen. In der ganzen langen Zeit im
Gefängnis hat er dem Druck und den Erpressungsversuchen der
Militärbehörden widerstanden. Die Mitteilung der birmesischen
Behörden vom 6. Juli 2005, dass er "wegen guter Führung"
aus der Haft entlassen werden solle, hat sich bis jetzt nicht bewahrheitet.
Reporter ohne Grenzen, die
"Burma Media Association",
Amnesty International und zahlreiche Medien weltweit setzen sich weiter
für seine Freilassung ein. "Seine Unbeugsamkeit darf uns nicht die
kriminelle Haltung der Militärjunta vergessen lassen, die einen alten und
kranken Mann gefangen hält", lautet die Anklage von
Reporter ohne
Grenzen. Diese Ansicht teilen wir, die Amnesty-Themengruppe für
verfolgte Autoren und Journalisten und für Meinungsfreiheit, voll und ganz.
(j.z., 10.07.2006)
Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 04.07.2006
Weitere Informationen
Win Tin: 18 years in prison in Myanmar (24.10.2007) -
www.amnesty.org
Win Tin muss seinen 77. Geburtstag in Haft verbringen (03/2007) -
www.reporter-ohne-grenzen.de
World Press Freedom Prize 2001: U Win Tin, Myanmar -
portal.unesco.org
Win Tin (Burma) - Interview mit Lars Liepe (07/1999) -
www.dradio.de
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