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Länderberichte, © Amnesty International Länderberichte
Myanmar


Demonstration thailändischer Mönche vor burmesischer Botschaft in Bangkok, Foto: © Amnesty International Demonstration
in Myanmar


Aung San Suu Kyi, Foto: © Amnesty International Aung San
Suu Kyi



 
Themengruppe 2907, Amnesty International
 


Myanmar

Nationalflagge Union Myanmar


U Win Tin, Foto: © privat/Amnesty International
Journalist U Win Tin

U Win Tin ist endlich frei!

Nach 19 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen

Nach Berichten von Amnesty International und Reporter ohne Grenzen wurde der Journalist und Oppositionspolitiker U Win Tin am letzten Dienstag, den 23. September, im Zuge einer Amnestie aus dem Gefängnis Insein bei Rangun entlassen.

Kurz nach seiner Freilassung sagte er gegenüber Journalisten, dass er weiter politisch aktiv sein werde, denn er sei ein politischer Mensch. So habe er seine politische Rolle nie aufgegeben und deswegen das Dokument 401 nie unterschrieben. Auch wolle er weiterhin Aung San Suu Kyi und die "Nationale Liga für Demokratie" unterstützen.

Reporter ohne Grenzen und Amnesty International begrüßen die Freilassung von Win Tin. Die Menschenrechtsorganisationen hatten sich über Jahre für die Freilassung des Journalisten eingesetzt.

Zusammen mit U Win Tin kamen sechs weitere politische Gefange frei. Einer von ihnen, U Win Htein, wurde nur wenige Stunden nach seiner Freilassung erneut verhaftet und in das Gefängnis von Kathar im Nordwesten von Myanmar überführt. Dies illustriere erneut - so Amnesty International, dass sich grundsätzlich an der Politik der Machthaber in Myanmar nichts geändert habe.

(rg, 27.09.2008, aktualisiert 30.09.2008)

Quellen: Amnesty International vom 23. und 26.09.2008, Reporter ohne Grenzen vom 24.09.2008

Win Tin nach 19 Jahren endlich frei (09/2008) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Militärjunta lässt Regierungskritiker frei (09/2008) - www.sueddeutsche.de

One of Myanmar's longest serving political prisoners released (09/2008) - www.amnesty.org

Released prisoner rearrested in Myanmar (09/2008) - www.amnesty.org




Win Tin wird inzwischen im Krankenhaus behandelt

Wie Reporter ohne Grenzen (ROG) berichtet, wird der 78-jährige, inhaftierte Journalist Win Tin inzwischen in einem Krankenhaus behandelt. Er leidet offenbar an einer Bronchitis.

Amnesty International und Reporter ohne Grenzen fordern die sofortige Freilassung des Journalisten (siehe Bericht unten).

(rg, 26.07.2008)

Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 17.07.2008

Update: Win Tin im Krankenhaus behandelt (07/2008) - www.reporter-ohne-grenzen.de




U Win Tin, Foto: © privat/Amnesty International

Gesundheitszustand von Journalist U Win Tin
erneut verschlechtert

19 Jahre seiner 20-jährigen Haftstrafe sind bereits verbüßt

Einem Bericht von Reporter ohne Grenzen (ROG) zufolge hat sich der Gesundhreitszustand des Journalisten U Win Tin, der nunmehr 19 Jahre im Gefängnis in Myanmar einsitzt, in den letzen Tagen zusehens verschlechtert. Er leide an einer Lungenkrankheit, habe wiederkehrende Asthmaanfälle und wirke schwach und abgemagert.

Erst im Februar 2008 war der Inhaftierte in einem Ranguner Krankenhaus operiert und nach nur 20 Tagen zurück ins Gefängnis in Einzelhaft verbracht worden (siehe unten).

Reporter ohne Grenzen und die Burma Media Association (BMA) fordern erneut die umgehende Freilassung des inhaftierten Journalisten Win Tin.

Seit seiner Festnahme im Jahr 1989 wurde U Win Tin in drei Gerichtsverfahren zu insgesamt 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Im letzten Prozess vom März 1996 verurteilte man ihn zu einer siebenjährigen Haftstrafe, weil er mit UNO-Vertretern über Folter und die ungenügende medizinische Versorgung im Gefängnis gesprochen hatte. Außerdem hatte er in der Haft Artikel verfasst und an Mitgefangene weitergegeben. Die Behörden bezeichneten dies als "geheime Propaganda zur Anstiftung von Häftlingsaufständen".

Beteiligen Sie sich an der Eilaktion von Amnesty International und fordern auch Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung von U Win Tin.

(rg, 06.07.2008, aktualisiert 12.07.2008)

Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 30.06.2008

Gesundheitszustand von Win Tin verschlechtert (06/2008) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Journalist Win Tin (02/2008) - Nach Krankenhausaufenthalt erneut in Einzelhaft




Journalist U Win Tin wieder im Gefängnis

Nach Krankenhausaufenthalt erneut in Einzelhaft

Einem Bericht von Reporters without Borders zufolge ist der Journalist U Win Tin inzwischen - nur 20 Tage nach einer Operation - wieder in das Gefängnis Insein bei Rangun zurückgebracht worden. Dort befindet er sich erneut in Einzelhaft.

Win Tin war am 22. Januar 2008 in das Allgemeinkrankenhaus von Rangun gebracht und operiert worden. Am 7. Februar habe er dann Besuch von Regierungsvertretern erhalten, die ihm die Freiheit angeboten hätten, wenn er sich von der oppositionellen Nationalen Liga für Demokratie lossagen und auf alle pro-demokratischen Aktivitäten verzichten würde. Wie bei ähnlichen Angeboten zuvor habe er auch dieses erneut ausgeschlagen.

(rg, 14.02.2008)

Quelle: Reporters Without Borders vom 11.02.2008




U Win Tin, Foto: © privat/Amnesty International

Sorge um Gesundheitszustand und Haftbedingungen von Regimekritikern

Journalist U Win Tin im Krankenhaus

Wie Reporters Without Borders berichteten, wurde der bekannte burmesische Journalist U Win Tin am
22. Januar 2008 in das Allgemeinkrankenhaus von Rangun eingeliefert, wo er in den kommenden Tagen operiert werden soll. Verwandte und Freunde konnten ihn in seinem Krankenzimmer, das unter polizeilicher Bewachung steht, besuchen.

Der inzwischen 77-jährige Win Tin wurde 1989 wegen seiner Kritik an der Militärregierung zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Seitdem sitzt er in Einzelhaft im Gefängnis Insein in der Nähe von Rangun. Ihm wird seit Jahren weder eine angemessene medizinische Versorgung noch das Recht auf Schreiben gewährt. Auch eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis kam trotz inzwischen angeschlagener Gesundheit - Win Tin habe bereits den zweiten Herzinfakt erlitten ? bisher nicht in Frage.

Reporter ohne Grenzen hatte den Journalisten, der sich beharrlich zu einer friedfertigen demokratischen Erneuerung seines Landes bekennt, im Dezember 2006 mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet.

Dichter Saw Wai in Haft wegen versteckter Botschaft im Liebesgedicht

Ebenfalls am 22. Januar wurde der beliebte burmesiche Dichter und Aktivist Saw Wai verhaftet. Er hatte für den Valentinstag das Liebesgedicht "14. Februar" in der Wochenzeitschrift Journal der Liebe veröffentlicht. Doch neben der lieblichen Poesie enthielten die Verse mit ihren Anfangsbuchstaben gelesen den Satz: "General Than Shwe ist verrückt nach Macht".

Der 46 Jahre alte Wai wurde zusammen mit seiner Frau festgenommen. Diese Kritik an den obersten Machthaber Than Shwe, der mit verantwortlich ist an der blutigen Niederschlagung des Aufstandes vom September 2006, könnte dem Poeten eine mehrjährige Haftstrafe einbringen.

Reporters Without Borders und die Burma Media Association, die sich seit Jahren für die Freilassung von Win Tin eingesetzen, sind besorgt über die Art, wie die beiden Menschenrechtsverteidiger behandelt werden, weil sie lediglich ihre Meinung friedlich geäußert haben.

(rg, 24.01.2008)

Quelle: Reporters Without Borders vom 24.01.2008

Burmas Generäle haben alles im Griff (01/2008) - www.tagesanzeiger.ch




Reporter-Menschenrechtspreis

Win Tin zum "Journalisten des Jahres 2006" gewählt

Am 12. Dezember verliehen Reporter ohne Grenzen ihren jährlichen Menschenrechtspreis an den Journalisten Win Tin aus Myanmar, für den auch Amnesty sich eingesetzt hat, und erklärten den 76-jährigen, 1998 zu 20 Jahren Haft verurteilten Win Tin zum "Journalisten des Jahres".

(j.z., 15.12.2006)

Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 12.12.2006

Reporter ohne Grenzen verleiht Menschenrechtspreis (12/2006) - www.reporter-ohne-grenzen.de




U Win Tin, Foto: © privat/Amnesty International

Die Inhumanität der Herrschenden

Journalist U Win Tin seit 17 Jahren in Haft

Der Journalist U Win Tin aus Myanmar (früher Birma) hat seit seiner Festnahme in Rangoon am 4. Juli 1989 keinen Anspruch mehr auf seine Grundrechte. Der 76-jährige erhält nicht die notwendige medizinische Versorgung. In den 17 Jahren seiner Gefangenschaft hat sich sein Gesundheitszustand stark verschlechtert. Zweimal erlitt er einen Herzinfarkt.

Zweimal im Monat untersucht ihn sein Arzt. Medikamente erhält er nur von seiner Familie; sie darf ihn alle zwei Wochen für 20 bis 25 Minuten besuchen. Diese ist auch seine einzige Informationsquelle. Mitgebrachte Zeitschriften unterliegen der Zensur. Das Recht auf Schreiben wird ihm verweigert.

U Win Tin soll seinem Kampf für Demokratie und Meinungsfreiheit in Myanmar abschwören; dann wolle man ihn freilassen. In der ganzen langen Zeit im Gefängnis hat er dem Druck und den Erpressungsversuchen der Militärbehörden widerstanden. Die Mitteilung der birmesischen Behörden vom 6. Juli 2005, dass er "wegen guter Führung" aus der Haft entlassen werden solle, hat sich bis jetzt nicht bewahrheitet.

Reporter ohne Grenzen, die "Burma Media Association", Amnesty International und zahlreiche Medien weltweit setzen sich weiter für seine Freilassung ein. "Seine Unbeugsamkeit darf uns nicht die kriminelle Haltung der Militärjunta vergessen lassen, die einen alten und kranken Mann gefangen hält", lautet die Anklage von Reporter ohne Grenzen. Diese Ansicht teilen wir, die Amnesty-Themengruppe für verfolgte Autoren und Journalisten und für Meinungsfreiheit, voll und ganz.

(j.z., 10.07.2006)

Quelle: Reporter ohne Grenzen vom 04.07.2006

Journalist Win Tin seit 17 Jahren in Haft (07/2006) - www.reporter-ohne-grenzen.de




Weitere Informationen


Video Win Tin: 18 years in prison in Myanmar (24.10.2007) - www.amnesty.org

Win Tin muss seinen 77. Geburtstag in Haft verbringen (03/2007) - www.reporter-ohne-grenzen.de

World Press Freedom Prize 2001: U Win Tin, Myanmar - portal.unesco.org

Win Tin (Burma) - Interview mit Lars Liepe (07/1999) - www.dradio.de



Weitere Nachrichten und Berichte unter - Nachrichten / Süd-/Südostasien / Myanmar



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