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Journalist Alan Johnston |
BBC-Korrespondent Alan Johnston
nach 114 Tagen Geiselhaft frei
Befreiung offenbar durch Vermittlung
der Hamas zustande gekommen
Nach fast vier Monaten Gefangenschaft ist der entführte Journalist Alan Johnston seit dem 4. Juli wieder frei.
Laut einer Erklärung der radikalislamischen Hamas-Organisation, sei die Freilassung durch eine Vereinbarung mit den Entführern zustande gekommen.
Alan Johnston wurde nach seiner Freilassung zunächst zum Haus des entlassenen
Regierungschefs Ismail Hanija im Gaza-Streifen gebracht. Auf einer von der Hamas
organisierten Pressekonferenz erklärte er, die letzten 16 Wochen seien die schlimmsten
seines Lebens gewesen, denn er wäre Leuten ausgeliefert gewesen, die gefährlich und
unberechenbar sind. Ohne den Einsatz der Hamas wäre er noch nicht in Freiheit. Er dankte
all denen, die sich für ihn eingesetzt und seine Freilassung gefordert und erwirkt hatten.
ai-Medienpreis 2007 für Alan Johnston
Die britische ai-Sektion verlieh Alan Johnston den Medienpreis 2007. Die Preisverleihung fiel
auf den Tag seiner Freilassung in Gaza. Alan Johnstons Vater nahm den Preis stellvertretend
für seinen Sohn entgegen.
(rg, 06.07.2007)
BBC's Alan Johnston is released (07/2007) -
news.bbc.co.uk
Amnesty International welcomes release of Alan Johnston (07/2007) -
www.amnesty.org
Alan Johnston nach 114 Tagen Geiselhaft frei (07/2007) -
www.reporter-ohne-grenzen.de
Britischer BBC-Korrespondent in Palästina
seit 100 Tagen entführt
ROG gewinnen 100 Medien für ihren Aufruf
Die Logos der rund 100 Medien, darunter auch die wichtigsten deutschen, die ihrem Aufruf
gefolgt sind, präsentieren Reporter ohne Grenzen in Paris auf dem Marsfeld gegenüber dem
Eiffelturm. Gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation fordern sie die Freilassung
des britischen Journalisten
Alan Johnston, der am 12. März im Gazastreifen gekidnappt
wurde, sowie weiterer 14, im Irak entführter Journalistinnen und Journalisten.
Zunächst meldeten sich die Geiselnehmer Johnstons nicht, und es kursierten nur eine
Anzahl Gerüchte, so dass die Sorge um den Journalisten wuchs. Am 8. Mai bekannte
sich dann eine Gruppe unter dem Namen "Armee des Islam" zu der Entführung. Sie
verlangen im Gegenzug die Freilassung von mehreren in Großbritannien inhaftierter Islamisten.
Der Korrespondent berichtete seit über drei Jahren für die BBC über die soziale und
politische Lage in der Region. Die immer unübersichtlicher werdende Situation im Gazastreifen
verstärkt nun die Gefahr für Johnston. Frühere Zusagen palästinensischer
Politiker, sich um eine schnelle Freilassung zu bemühen, haben nichts erbracht.
Amnesty International hat sich gleichfalls wiederholt mit Eilaktionen für Alan Johnston
eingesetzt. Die letzte Urgent Action wurde am 1. Juni herausgegeben (UA-081/2007-3).
(j.z., 20.06.2007)
"Army of Islam" droht mit Ermordung Alan Johnstons (06/2007) -
www.reporter-ohne-grenzen.de
Neue Videobotschaft:
Alan Johnston mit umgeschnallten Sprenggürtel
In einer neuen Videobotschaft der "Armee des Islam" (Army of the Islam)
vom 24. Juni zeigen die Geiselnehmer auf einem Foto Alan Johnston mit einem umgeschnallten
Sprenggürtel. Dieser solle beim gewaltsamen Versuch der Befreiung des Opfers gezündet werden.
Den Gefangenen lassen sie auf dem Video mitteilen, dass die Aussichten auf seine Befreiung
dadurch zunichte gemacht worden seien, dass die Hamas und die britische Regierung auf
eine militärische Aktion gedrängt hätten. Seine Lage sei sehr ernst.
(j.z., 26.06.2007)
Amnesty International renews its appeal for release (06/2007) -
www.amnesty.org
BBC captive in "bomb vest" video (06/2007) -
news.bbc.co.uk
Full transcript of Johnston video (06/2007) -
news.bbc.co.uk
Alan Johnston - Sorge um die Sicherheit (06/2007) -
www.amnesty.de
Alan Johnston - Fear for safety (06/2007) -
www.amnesty.org
Weitere Informationen
Amnesty International Jahresberichte: Palästinensische Autonomiegebiete -
www.amnesty.de
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