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Philippinen



 
Themengruppe 2907, Amnesty International
 


Philippinen

Nationalflagge Philippinen



Häufung politischer Morde auf den Philippinen

Amnesty-Kampagne bis Dezember 2008

Die internationale Kampagne wurde am 29. August eröffnet und dauert bis zum 31. Dezember 2008. Von vielen Seiten soll schrittweise der Druck auf die philippinische Regierung verstärkt und ausgeweitet werden. Der Protest richtet sich zunächst an die Präsidentin und den Justizminister. Danach sollen der Senat und das Abgeordnetenhaus, das Militär und die Polizei einbezogen werden.

Vor allem im Rahmen des "Antiterrorkampfes" wurden in den letzten Jahren viele Menschen erschossen oder fielen dem „Verschwindenlassen“ anheim. Seit 2007 besteht zwar ein Gremium zur Untersuchung dieser Fälle, aber es geschieht wenig. Weil man sich gegenseitig schützt, werden die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen. Zeugen schweigen aus Furcht vor Repressalien. Die Regierung gibt Erklärungen ab, denen keine oder zu wenig Taten folgen. Das Land wird weithin beherrscht von Angst und Gewalt.

Damit sind die Philippinen auch für Journalisten sehr gefährlich geworden. Nach Auskunft internationaler Medienorganisationen zählten sie 2007 zu den drei für Journalisten weltweit gefährlichsten Ländern. Mindestens 50 Journalisten sollen seit 2001 dort gewaltsam ums Leben gekommen sein.

Für ihre internationale Aktion hat Amnesty International umfangreiche Informationen und Anleitungen online gestellt.

Auch Reporter ohne Grenzen fordern verstärkte Bemühungen um
Aufklärung und Bestrafung der Ermordung von Journalisten

Fünf Medienleute seien bereits in diesem Jahr wieder getötet worden, davon drei allein im August. Die Nationale Gewerkschaft Philippinischer Journalisten hatte den 20. August zum landesweiten "Trauertag der Medien" erklärt. Die Polizei müsse ihre Ermittlungen intensivieren. Nach Reporter ohne Grenzen besteht bereits seit 201 eine Sonderermittlungsgruppe für Morde an Journalisten und politischen Aktivisten, die verstärkt werden müsse.

Die Menschenrechtsorganisation listet einige ungeklärte Fälle auf. "Bleiben Tatmotiv und Täter im Dunkeln, verstärkt dies die Zweifel der Bevölkerung und der internationalen Gemeinschaft an der Fähigkeit der Strafverfolgungsbehörden, die Gewalt gegen Journalisten zu beenden", heißt es in ihrer Presseverlautbarung.

(zi, 29.08.2008)

Quellen: Amnesty International, Reporter ohne Grenzen vom 21.08.2008

Mindanao civilians under threat from MILF units and militias (08/2008) - www.amnesty.org

Morde an Journalisten müssen geklärt werden (08/2008) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Amnesty-Themengruppe für die Philippinen - www.amnesty-philippinen.de




Weitere Informationen


Zahl der bei Massaker getöteten Journalisten erhöht ... (11/2009) - www.reporter-ohne-grenzen.de

ROG entsetzt über Massaker an zwölf Journalisten (11/2009) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Vierter Journalist innerhalb von zwei Monaten getötet (07/2009) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Radiojournalist auf Insel Mindanao erschossen (02/2009) - www.reporter-ohne-grenzen.de

Philippinen (Amnesty International Jahresberichte) - www.amnesty.de



Weitere Nachrichten und Berichte unter - Nachrichten / Süd-Südostasien


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