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Herausgeber Hrant Dink
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P.E.N.-Zentrum Deutschland verleiht
Hermann-Kesten-Medaille
Preis geht 2007 an die armenisch-türkische
Wochenzeitung "Agos"
Am 15.11.2007 verlieh das PEN-Zentrum Deutschland sowie das Hessische
Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Hermann-Kesten-Medaille an die
armenisch-türkische Wochenzeitung "Agos".
Damit wurde posthum der von ultranationalistischen Jugendlichen ermordete
Journalist
Hrant Dink, Gründer von Agos, für seinen Einsatz um die
Meinungsfreiheit in der Türkei ausgezeichnet.
Mit dieser Ehrung appelliert PEN auch an die Behörden, die Hintermänner des
Mordes dingfest zu machen. Die Regierung wird aufgefordert, den ominösen
Paragraph 301, der mit seiner Verengung des türkischen Identitätsgedankens
und der Verbots von Religionen und Minderheiten die Prinzipien der
Meinungsfreiheit untergräbt.
Die Verleihung fand im Karolinensaal des Hessischen Staatsarchivs in Darmstadt statt.
Die Laudatio hielt der Europa-Politiker Daniel Cohn-Bendit. Die Witwe des getöteten Journalisten,
Rakel Dink, nahm die Auszeichnung entgegen.
(h.m./rg, 16.11.2007)
O-Ton-Dokumentation der Preisverleihung (01/2008) -
www.o-ton.radio-luma.net
Zur diesjährigen Verleihung der Hermann-Kesten-Medaille (11/2007) -
www.pen-deutschland.de
Hermann-Kesten-Medaille 2007 für die Wochenzeitung ... (10/2007) -
www.pen-deutschland.de
Angst als ständiger Begleiter (11/2007) -
Echo Online (pdf)
Verleihung der Hermann-Kesten-Medaille 2006
Auszeichnung geht an Schriftstellerin Leonie Ossowski
Die Auszeichnung erhält in diesem Jahr die 80-jährige deutsche Schriftstellerin und sozial engagierte
Aktivistin Leonie Ossowski. Die Ehrung findet am 14. November 2006, am Vorabend des "Internationalen
Tages des inhaftierten Schriftstellers", in der Hessischen Landesvertretung in Berlin statt.
Der Preis wurde 1985 von P.E.N. anlässlich des 85. Geburtstages seines Ehrenpräsidenten
Dr. h.c. Hermann Kesten gestiftet und zunächst alle zwei Jahre vergeben. Seit 1994 erfolgt
die Verleihung jährlich, seit 2000 auch verbunden mit einem vom Hessischen Ministerium für
Wissenschaft und Kunst gestifteten Preisgeld von 10.000 Euro.
Hermann Kesten ging 1933 ins Exil, zunächst nach Frankreich, später in die USA, wo er zusammen
mit Thomas Mann das "Emergency Rescue Committee" für deutschsprachige Autoren gründete.
Sein Engagement wurde ein Vorbild für die spätere Arbeitsweise des P.E.N. Unermüdlich setzte
er sich für in Europa von der Gestapo und anderweitig bedrohte Schriftsteller ein und
organisierte konkrete, praktische Hilfe zu ihrer Rettung. Nicht wenige verdankten ihm ihr Leben.
(j.z., 05.11.2006)
Verleihung der Hermann-Kesten-Medaille 2005
Zu wenig Beachtung für Afrika
Die Hermann-Kesten-Medaille wird vom
P.E.N.-Zentrum Deutschland mit
Unterstützung der Hessischen Landesregierung jährlich an Personen
oder Organisationen verliehen, die sich mit Mut und Zivilcourage für die
Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit eingesetzt haben.
Im Jahr 2005 wurde die Hermann-Kesten-Medaille an die kongolesische Organisation
Journaliste en danger (JED) verliehen, die sich oft unter Einsatz des
Lebens für die Freiheit des Wortes einsetzt.
In seiner Laudatio auf die Preisträger bemerkte der Schriftsteller Uwe
Timm, dass der Kontinent Afrika und jene Kräfte, die dort an der
Veränderung der Verhältnisse arbeiteten, in den deutschen Medien kaum
wahrgenommen würden. Trotz vieler Einladungen nahmen auch nur wenig deutsche
Journalisten an der Feierstunde zur Preisverleihung teil.
(j.z., 08.06.2006)
Zur Verleihung der Hermann Kesten-Medaille 2005 ... (10/2005) -
www.pen-deutschland.de
Mord an kongolesischen Kolumnisten (11/2005) -
www.pen-deutschland.de
Verleihung der Hermann Kesten-Medaille 2005 (11/2005) -
www.o-ton.radio-luma.net
Zur Website von Journaliste en danger (JED) -
www.jed-afrique.org
Weitere Informationen
Hermann-Kesten-Medaille - Bisherige Medaillenträger -
www.pen-deutschland.de
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