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Hrant Dink, Foto: © privat/Amnesty International Der Mord an
Hrant Dink



 
Themengruppe 2907, Amnesty International

Henri-Nannen-Preis für Pressefreiheit



Foto: © Amnesty International
Chefredakteur Dmitri Muratov


Henri-Nannen-Preis 2007

An Redaktion der russischen Tageszeitung
"Nowaja Gaseta"

Die Redaktion der russischen Tageszeitung "Nowaja Gaseta" wurde für ihr engagiertes Eintreten für die Pressefreiheit mit dem diesjährigen Henri Nannen Preis ausgezeichnet. Chefredakteur Dmitrij Muratow nahm den Preis am 11. Mai 2007 in Hamburg stellvertretend für das Redaktionsteam entgegennehmen.

Die "Nowaja Gaseta" ist Russlands bekanntestes oppositionelles Blatt. Sie berichtet über Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Einschränkungen der Pressefreiheit in Russland und widersteht zahlreichen Einschüchterungsversuchen.

Erst im Oktober 2006 wurde zum dritten Mal ein Redaktionsmitglied des Blattes ermordet: Anna Politkowskaja. Während des Tschetschenien-Krieges hatte sie Verbrechen der russischen Armee und der mit ihr verbündeten paramilitärischen tschetschenischen Gruppen aufgedeckt. Im Mai 2000 wurde Igor Domnikow erschlagen, im Juli 2003 starb Jurij Schekoschichina aus ungeklärten Gründen.

Während Dmitrij Muratow, Chefredakteur der "Nowaja Gaseta", in Hamburg den Henri-Nannen-Preis für besondere Verdienste um die Pressefreiheit entgegennahm, durchsuchten Mitarbeiter des russischen Innenministeriums die Redaktionsräume der Außenstelle in Samara und beschlagnahmten Computer.

Nach Berichten von "Henri-Nannen-Preis" und "stern" (Juli 2007)

Redaktion der russischen Tageszeitung "Nowaja Gaseta" (05/2007) - www.henri-nannen-preis.de

Razzia bei Henri-Nannen-Preisträger (05/2007) - www.stern.de

Deutsche Unternehmen unterstützen "Nowaja Gaseta" mit Anzeigen (07/2007) - www.stern.de




Foto: © privat/Amnesty International
Chefredakteur Hrant Dink


Henri-Nannen-Preis 2006 für Hrant Dink

"Er gibt seinem Volk eine Stimme"

Der Herausgeber der in der Türkei erscheinenden armenischen Wochenzeitung Agos erhielt die Auszeichnung am 12.05.2006 für seine Verdienste um die armenische Minderheit in der Türkei und die Pressefreiheit.

Hrant Dink ist seit einiger Zeit auch in die türkische Verfolgungsmaschinerie aufgrund des Artikels 301 der neuen türkischen Strafrechtsordnung geraten, da es nach der offiziellen Staatsideologie offiziell keine anderen Ethnien in der Türkei außer Türken (türkische Staatsbürger) gibt.

Der Henri-Nannen-Preis ist eine Auszeichnung, die der Verlag Gruner+Jahr und der stern in jedem Jahr u.a. an Personen verleiht, die sich in besonderem Maße für Pressefreiheit eingesetzt haben. Der Preis erinnert an den verstorbenen Gründer des stern Henri Nannen.

Eigener Bericht nach dpa (j.z., Mai 2006)

Hrant Dink - Er gibt seinem Volk eine Stimme (05/2006) - www.henri-nannen-preis.de




Weitere Informationen


Preisträger 2009: Robert Ménard / Frankreich (05/2009) - www.henri-nannen-preis.de

Preisträgerin 2008: Zainab Ahmed / Irak (05/2008) - www.henri-nannen-preis.de

Preisträgerin 2005: Irina Chalip / Weißrussland (05/2005) - www.henri-nannen-preis.de



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