Deutsche Sektion von "Reporter ohne Grenzen"
für
Verdienste um Pressefreiheit geehrt
Mit seinem Namen erinnert der Preis an einen Wortführer
des Hambacher Festes 1832
Die Siebenpfeiffer-Stiftung verleiht den nach ihrem Namensgeber benannten Preis an
Journalistinnen und Journalisten, die "mit Veröffentlichungen in Presse, Hörfunk und Fernsehen
das demokratische Bewusstsein in unserer Zeit fördern". In diesem Jahr geht der Preis jedoch
an die deutsche Sektion von Reporter ohne Grenzen (ROG), die sich seit über 13 Jahren für
Informations- und Medienfreiheit und für bedrohte und inhaftierte Journalistinnen und Journalisten
einsetzt.
Die Jury unter Vorsitz von Fritz Raff, gegenwärtig auch ARD-Vorsitzender, hat sich einstimmig für
die Journalistenorganisation ausgesprochen. Dr. Michael Rediske, Vorstandssprecher und
Mitbegründer von ROG, erklärte dazu: "Wir nehmen den Preis deshalb stellvertretend für all jene
entgegen, die für Pressefreiheit und Demokratie täglich hohe persönliche Risiken eingehen."
Der mit 5.000 Euro dotierte Preis ist nach dem Mann benannt, der als Schlüsselfigur des "Hambacher
Festes" gilt, Philipp Jakob Siebenpfeiffer. Im Mai 1832 waren rund 30.000 Menschen zum Hambacher
Schloss gezogen und hatten dort bei einer großen Fest- und Protestversammlung demokratische
Grundrechte und Pressefreiheit eingefordert.
(zi., 03.10.2007)
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