ROG mit neu geschaffenem Kuratorium
Die Organisation für Pressefreiheit bekommt
prominente Unterstützung
Ein hochrangig besetztes Kuratorium wird künftig
die Menschenrechtsorganisation
Reporter ohne Grenzen unterstützen. Dem
Kuratorium gehören Chefredakteurinnen und Chefredakteure sowie
Intendantinnen und Intendanten großer deutscher Zeitungen, Magazine und
Sendeanstalten an. Reporter ohne Grenzen setzt sich seit über 20 Jahren
global für Medien- und Pressefreiheit ein und hilft verfolgten Journalisten.
"Wir freuen uns sehr, dass wir prominente Vertreterinnen und Vertreter
deutscher Medien für unser Kuratorium gewinnen konnten", so Astrid
Frohloff, Vorstandsmitglied von
Reporter ohne Grenzen. "Pressefreiheit geht uns alle
an. Gerade Medienbetriebe in Deutschland können und dürfen nicht wegsehen,
wenn Meinungs- und Pressefreiheit - wo auch immer in der Welt -
eingeschränkt wird. Bedrohte Journalisten brauchen Schutz und sie brauchen Öffentlichkeit!"
Weltweit rund 130 Journalisten ihrer Arbeit wegen hinter Gittern
Derzeit sind 130 Kolleginnen und Kollegen weltweit wegen ihrer Arbeit hinter
Gittern. 75 haben ihren Einsatz für unabhängige Berichterstattung in diesem
Jahr bereits mit dem Leben bezahlt. "Daher müssen wir unsere Aktivitäten
zugunsten gefährdeter Medien und Journalisten noch verstärken", so
Frohloff weiter zu den Gründen für das Kuratorium. Die prominenten Mitglieder
sollen ROG in wichtigen Fragen beraten und dazu beitragen, der Organisation mehr
öffentliches Gehör zu verschaffen.
Pressefreiheit ist mehr als die Freiheit der Journalisten
"Pressefreiheit ist mehr als die Freiheit der Journalisten. Sie ist
elementar für die Freiheit einer Gesellschaft", sagte Peter-Matthias Gaede,
Geo-Chefredakteur. "Dies bewusst zu machen, dafür einzutreten, ist das
Ziel von
Reporter ohne Grenzen. Ein gutes Ziel! Eines, das zu unterstützen wichtig ist."
"Solange die Pressefreiheit weltweit in Gefahr ist, solange Journalisten
an ihrer Arbeit gehindert und verfolgt werden, brauchen wir
Reporter ohne
Grenzen. Im Interesse der Journalisten und der Leser, Hörer, Zuschauer und
User", erläuterte Uwe Vorkötter, Chefredakteur der
Frankfurter Rundschau
sein Engagement im ROG-Kuratorium.
Prominentes Kuratorium
Dem zwölfköpfigen Gremium gehören an: Bascha Mika,
taz-Chefredakteurin,
die Intendantin des
RBB Dagmar Reim, Wilm Herlyn, Chefredakteur der
dpa,
Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur
Die Zeit, Helmut Markwort,
Focus-Chefredakteur, Thomas Osterkorn, Chefredakteur des
stern,
Fritz Pleitgen, Geschäftsführer der Ruhr GmbH, Heribert Prantl, Leiter des
Ressorts Innenpolitik bei der
Süddeutschen Zeitung, der
ARD-Vorsitzende
Fritz Raff,
ZDF-Intendant Markus Schächter, Uwe Vorkötter, Chefredakteur
der
Frankfurter Rundschau und Peter-Matthias Gaede,
Geo-Chefredakteur.
(Reporter ohne Grenzen, 12.10.2007)
Publikationen
China: Journey to the heart of Internet censorship (pdf, 10/2007) -
www.reporter-ohne-grenzen.de
Liste der 37 größten Feinde der Pressefreiheit (05/2007) -
www.reporter-ohne-grenzen.de
Weitere Informationen
Zunehmende Gewalt gegen Journalisten (12/2009) -
www.dw-world.de
Reporter ohne Grenzen: mehr Einsatz für die Pressefreiheit (05/2007) -
www.goethe.de
Journalisten als Zielscheibe: Zehn Jahre Reporter ohne Grenzen (05/2004) -
www.bundestag.de
Zur englischen Webseite von Reporter ohne Grenzen -
en.rsf.org
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