Zwanzig Jahre Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte
Gratulation zum 20-jährigen Jubiläum
Die SektionsThemengruppe für verfolgte AutorInnen und JournalistInnen der
deutschen Amnesty-Sektion gratulierte der Stiftung zu ihrem Jubiläum "in Verbundenheit in der
Sache und mit Bewunderung für ihr unbeirrbares, vorbildliches Wirken" und wünschte
ihr "weiterhin viel Ausdauer und Erfolg".
Nachdem der mehr als 18 Jahre in sibirischen Lagern festgehaltene Schriftsteller
Nisametin Achmetov als erster Gast der Stiftung nach Deutschland kam, hat die
unabhängige Stiftung 80 bedrohten Menschen, darunter einer Reihe von
Journalisten und Autoren, aus vielen verschiedenen Ländern ein Jahr lang einen
umsichtig betreuten "Urlaub von der Angst" geboten, der ihnen wenigstens
vorübergehend Ruhe und Schutz vor Bedrohung, Verfolgung und Krieg gewährte.
Der erste Vorsitzender der Stiftung ist satzungsgemäß der jeweils amtierende
Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.
(j.z., 12.09.2006)
Webseite der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte -
www.hamburger-stiftung.de
Jubiläumsband
"Stimmen für die Freiheit"
Zwanzig Jahre Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte mit
zehn ausgewählten Portraits von Stiftungsgästen, Hamburger Stiftung für polisch Verfolgte (Hrsg.), Dezember 2006.
Fotograf G.M.B. Akash in Hamburg
Neuer Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte
Der mehrfach ausgezeichnete bengalesische Fotograf
G.M.B. Akash (30) traf am 4. Januar 2007
mit seiner Frau in Hamburg ein. Er folgte damit einer Einladung der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte.
Anlass waren Morddrohungen, die der Fotograf wegen seiner sozialkritischen Fotos von
islamistischen Gruppen in Bangladesch erhalten hatte. Besonders ein Foto, das ein in Ketten gelegtes
bengalisches Kind in einer Koranschule zeigt und das 2005 in den USA ausgezeichnet wurde, hatte ihn
und seine Familie in große Gefahr gebracht. Unbekannte waren in seine Wohnung eingedrungen, hatten
seine Fotoarchive und elektronische Post durchsucht und ihn seither täglich mit dem Tode bedroht.
Akash ist seit 1996 als Fotograf tätig. Seine Themen sind Kinderarbeit, Drogen, Opfer von politischer
Gewalt und (Kinder)-Prostitution. Seine Fotos erschienen in mehr als 20 internationalen Magazinen,
u.a. in Geo, Time, El Mundo. Zwischen 2002 und 2006 erhielt er Auszeichnungen in den USA, in China,
Frankreich, Japan, den Niederlanden und Norwegen. Für sein Fotobuch "First Light" (2006) wurde er jüngst
mit dem "American Graphic Design Award" geehrt.
(rg, 13.01.2007)
Porträt: G.M.B. Akash berichtet über soziale Missstände ... (09/2007) -
www.amnesty.de
Porträt G.M.B. Akash: Im Visier der Fundamentalisten (05/2007) -
de.qantara.de
Fotostrecke: Preisgekrönte Aufnahmen von G.M.B. Akash (01/2007) -
www.spiegel.de
Weitere Gäste der Hamburger Stiftung
2010: Leyla Yunusova, Menschenrechlerin aus Aserbaidschan -
www.hamburger-stiftung.de
2010: Maria Isabel Gámez, Journalistin aus El Salvador -
www.hamburger-stiftung.de
2009: Jahangir Alam Akash, Journalist und Schriftsteller aus Bangladesch -
Jahangir Alam Akash
2009: Sanath Balasooriya, Journalist aus Sri Lanka -
Sanath Balasooriya
2009: Pedro Matías Arrazola, Journalist aus Mexiko -
Pedro Matías Arrazola
2009: Tamara Chikunova, Juristin aus Usbekistan (pdf) -
www.hamburger-stiftung.de
2009: Parvez Kambaksh, Journalistikstudent aus Afghanistan (pdf) -
www.hamburger-stiftung.de
2008: Yaqub Ibrahimi, Journalist aus Nordafghanistan (pdf) -
www.hamburger-stiftung.de
2008: Alaa Saadoon, Übersetzer und Journalist aus dem Irak -
www.hamburger-stiftung.de
2007: Alhierd Bacharevic, Schriftsteller aus Belarus -
www.hamburger-stiftung.de
2007: Natallia Makuschina, Korrespondentin aus Belarus -
www.hamburger-stiftung.de
2005: Musa Sadulajew, Fotograf aus Tschetschenien -
Musa Sadulajew
2004: Sihem Bensedrine, Journalistin und Autorin aus Tunesien -
Sihem Bensedrine
2001: Dododjon Atovulloev, Journalist aus Tadschikistan -
www.reporter-ohne-grenzen.de
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