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aus dem startbereiten Flugzeug nach Stockholm herausgeholt und abgeführt. Sie durfte den Iran nicht verlassen. Frau Ardalan war nach Schweden eingeladen worden, um den ihr zuerkannten Olof-Palme-Preis entgegenzunehmen. Am 28. Januar dieses Jahres wurde der iranischen Frauenzeitschrift "Zanan" das weitere Erscheinen wegen "Schädigung der Gesundheit ihrer Leserinnen" verboten. Den im afghanischen Fernsehen erscheinenden Mitarbeiterinnen soll per Gesetz die Beachtung des "religiösen Bekleidungskodexes" vorgeschrieben werden. In Mazar-i-Sharif (Afghanistan) sollen drei Journalistinnen erst gar nicht mehr im Fernsehen auftreten; im Februar dieses Jahres drohte man ihnen, man werde sonst Familienangehörige von ihnen entführen. In demselben Ort ist am 22. Januar der junge Journalist Sayed Perwiz Kambachsch in einem nichtöffentlichen Verfahren ohne Verteidigung zum Tod verurteilt worden, weile er einen Artikel über die Rolle der Frau im Islam aus dem Internet heruntergeladen und publik gemacht hatte. Der Rat der Mullahs und örtliche Behörden hatten zu dem Prozess gedrängt. (Siehe diesbezüglich Eilaktion/Urgent Action von Amnesty International) Im Juni 2007 wurde die Besitzerin des Senders "Radio Peace" Zakia Zaki in ihrer Wohnung in der nordafghanischen Provinz Parwan im Beisein ihres zweijährigen Sohnes erschossen. Der Fall blieb bis heute unaufgeklärt. Der französische Präsident fürchtete den Zorn der MuslimeBei seinem Indienbesuch im Januar dieses Jahres war vorgesehen, dass der französische Präsident Nicolas Sarkozy der aus Bangladesch stammenden, aber in Indien lebenden Autorin und FrauenrechtlerinTaslima Nasreen den ihr zuerkannten "Simone de Beauvoir-Preis" überreichten sollte. Er nahm aber schließlich davon Abstand, weil er "Ärger mit muslimischen Gruppen" in Indien vermeiden wollte. Im Iran stehen seit der Erstarkung der dortigen Frauenbewegung 2006 all jene unter besonders starkem Druck, die Frauenrechte öffentlich thematisieren. Unter den 40 im Jahr 2007 deswegen Festgenommenen waren 32 Journalistinnen und Bloggerinnen, die zwar inzwischen alle wieder frei sind, aber weiter mit Anklagen rechnen müssen, weil sie für das Sicherheitsministerium "Staatsfeinde im Dienste des Auslands" sind. Reporter ohne Grenzen und Amnesty International in gemeinsamer SorgeAmnesty International richtet die Aufmerksamkeit zum Weltfrauentag auf den Iran, indem sie außer ihrer diesbezüglichen Presseerklärung einen Bericht ("Women's rights defenders defy repression", s.u.) und zwölf Fallbeispiele veröffentlicht hat. (Beide Berichte sind über die Amnesty-Pressestelle erhältlich.)Die Internetseite der iranischen Frauenbewegung "www.we-change.org" wurde seit Januar dieses Jahres schon mindestens sieben Mal behördlich blockiert. "Frauen im Iran werden nach wie vor wie Bürger zweiter Klasse behandelt", sagt die Amnesty-Nahost-Expertin Ruth Jüttner. Frauen machen im Iran die Hälfte der Bevölkerung aus, können aber weder Richterinnen werden, noch für die Präsidentschaft kandidieren. Rechtsungleichheit gegenüber den Männern bestehen bei Heirat, Scheidungen, beim Sorgerecht, bei Erbschaften; vor Gericht ist die Aussage einer Frau halb so viel Wert wie die eines Mannes. Höchste Zeit, erklärt Amnesty International, dass die iranische Regierung rechtliche Verbesserungen für Frauen einführen, statt Frauenrechtlerinnen zu verfolgen und zu unterdrücken. Amnesty International fordert, inhaftierte Frauenrechtlerinnen und Frauenrechtler umgehend freizulassen, die Repression der Frauenbewegung zu beenden und die diskriminierenden Gesetze abzuschaffen. Aber auch in anderen Ländern muss 2008 weiterhin "mit langwierigen Prozessen, Morddrohungen, Gefängnis und Folter rechnen, wer sich für Frauenrechte engagiert", wie Reporter ohne Grenzen in ihrer Presseerklärung zum Frauentag feststellen. Die Menschenrechtsorganisation fordert mehr Unterstützung und Schutz für Journalistinnen und all jene, die sich, insbesondere im Internet, gegen sich verstärkenden Druck von Regierungen und religiösen Gruppen für die Rechte von Frauen einsetzen, und fordert, alle entsprechenden Fälle öffentlich zu machen. (zi, 07.03.2008) Appell für Journalistinnen und Frauenrechte (03/2008) - www.reporter-ohne-grenzen.deFrauenbewegung im Visier der iranischen Behörden (02/2008) - www.amnesty.deWomen act against repression and intimidation in Iran (02/2008) - www.amnesty.orgIran: Women's rights defenders defy repression (2008) - Englischer Amnesty-Bericht (pdf)Women's Day 2008: Investing in Women and Girls - www.un.org
Verfolgte Journalistinnen weltweit und
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(j.z., 08.03.2007)