Amnesty International Frankfurt am Main
„Für Meinungs- und Pressefreiheit:
Gegen die Verfolgung von Journalisten/innen“
Podiumsdiskussion zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2010
Die Nordendgruppe von Amnesty International Frankfurt am Main veranstaltete am 10. Dezember 2010 im Haus
der Begegnung eine Podiumsdiskussion zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit.
Auf dem Podium saßen Prof. Bernd-Peter Arnold vom Institut für Publizistik der Universität Mainz,
Christoph Maria Fröhder, freier Korrespondent, Frankfurt am Main, Christian Rickerts,
Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen in Berlin, und
Daniel Veit von der Themenkoordinationsgruppe Meinungsfreiheit von Amnesty International.
Die Veranstaltung wurde eingeleitet mit einer Sequenz aus dem Dokumentarfilm „Gefesselte Worte“ über
das Haus der Journalisten in Paris, eine Zufluchtsstätte für verfolgte Journalisten aus aller Welt.
In ihren Eingangsstatements beleuchteten die Referenten die Bedeutung von Meinungs- und Pressefreiheit
für die Menschenrechte, die Verfolgung von Reportern in vielen Teilen der Welt, die journalistische
Arbeit unter Krisenbedingungen sowie die Situation der Meinungs- und Pressefreiheit bei uns in Deutschland.
Daniel Veit berichtete darüber hinaus über die Arbeit der Themenkoordinationsgruppe Meinungsfreiheit.
Christian Rickerts stellte im Zusammenhang mit seinen Ausführungen zur Lage der Pressefreiheit weltweit
die Arbeit von Reporter ohne Grenzen vor. Besonders eindrucksvoll waren die Schilderungen von
Christian Maria Fröhder über die Berichterstattung aus Krisengebieten und repressiven Regimen.
Korrespondenten sind hier besonderen Risiken ausgesetzt, die gute Vorbereitung, Zivilcourage und
Einsatz zum Schutz auch der lokalen Mitarbeiter erfordern. Prof. Bernd-Peter Arnold sensibilisierte
für die Gefährdungen der Meinungs- und Pressefreiheit auch bei uns durch den Versuch politischer
Einflussnahme auf die Medien sowie den wirtschaftlichen Zwang zur Unterhaltung zu Lasten
fundierter Berichterstattung ("Infotainment").
Im Anschluss an die Eingangsstatements kam es zu einer lebhaften Diskussion mit dem Publikum der gut
besuchten Veranstaltung. Dabei ging es neben den Themen, die in den Eingangsstatements angesprochen
worden waren, auch um die Grenzen der Meinungs- und Pressefreiheit (z. B. aufgrund des Schutzes von
Persönlichkeitsrechten und Privatsphäre), die wachsende Bedeutung des Internet (Beispiel Wikileaks)
und die rechtlichen Möglichkeiten bei uns, sich gegen versuchte oder potenzielle Eingriffe in die
freie Recherche und Berichterstattung zu wehren.
Veranstaltungen von Amnesty International Frankfurt am Main zum Tag der Menschenrechte im Haus der
Begegnung sind mittlerweile eine feste Tradition, die auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll.
(Georg Schäfer, 12/2010-01/2011,
Nordendgruppe, Amnesty International Frankfurt am Main)
Einladung
Für Meinungs- und Pressefreiheit
Gegen die Verfolgung von Journalisten/innen
Podiumsdiskussion in Frankfurt am Main
- Freitag, den 10. Dezember 2010, um 20:00 Uhr,
- Haus der Begegnung, Gärtnerweg 62, 60322 Frankfurt am Main
- Eine Veranstaltung zum Internationalen Tag der Menschenrechte
"Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung", so steht es in Artikel 19 der Allgemeinen
Erklärung der Menschenrechte. Die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung hat im vergangenen
Jahrzehnt weltweit in erschreckendem Maße zugenommen.
Amnesty international hat es sich zur Aufgabe gemacht, Journalisten/innen zu verteidigen.
Wir wenden uns gegen repressive Gesetze und Praktiken, die die Rechte auf Meinungsfreiheit und
freie Meinungsäußerung beschneiden. Daher ist unsere diesjährige Veranstaltung zum Tag der
Menschenrechte der Meinungs- und Pressefreiheit gewidmet.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion werden folgende Fragen diskutiert:
- Welche Bedeutung haben Meinungs- und Pressefreiheit für die Menschenrechte?
- Wie steht es um die Meinungs- und Pressefreiheit in der Welt?
- Welchen Repressionen sehen sich die neuen Medien (Internet etc.) und deren Nutzer ausgesetzt?
- Wie kann die Meinungs- und Pressefreiheit verteidigt werden?
- Was können wir für verfolgte Journalisten/innen tun?
Am Podium nehmen teil:
- Prof. Bernd-Peter Arnold, Institut für Publizistik der Universität Mainz
- Christian Rickerts, Geschäftsführer, Reporter ohne Grenzen
- Christoph Maria Fröhder, freier Korrespondent
- Daniel Veit, Amnesty International, Sektionskoordinationsgruppe Meinungsfreiheit
Moderation:
- Georg Schäfer, Amnesty International, Frankfurt am Main
Veranstalter:
- Amnesty International, Nordendgruppe, Frankfurt am Main
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Im Anschluss an die Podiumsdiskussion besteht die Möglichkeit zu Rückfragen und Beiträgen aus dem Plenum.
Alle Interessentinnen und Interessenten sind herzlich eingeladen!
Nordendgruppe / Amnesty International,
Leipziger Str. 17, 60487 Frankfurt am Main,
Tel.: 069-496149, Fax: 069-4909212
Weitere Informationen
Human Rights Day 2010 -
www.un.org
Menschenrechte werden weltweit verletzt (12/2010) -
www.dw-world.de
Human Rightsday 2009 (12/2009) -
www.ohchr.org
Meinungsfreiheit - "eines der vornehmsten Rechte der Menschen" (12/2009) -
www.dw-world.de
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