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Freedom of the Press, UNESCO |
Wer kennt die Länder, nennt die Namen ...?
Presse- und Medienfreiheit weltweit in Frage gestellt
Der Internationale Tag der Pressefreiheit am 3. Mai, wurde 1993 von den
Vereinten Nationen proklamiert, um daran anzumahnen, dass weltweit in
vielen Staaten Informations- und Freiheitsrechte unterdrückt und verletzt
werden.
Eine nicht abreißende Kette von schlechten Nachrichten für die Pressefreiheit
erreicht Woche für Woche die SektionsThemengruppe
AutorInnen und
JournalistInnen / Für Meinungsfreiheit der deutschen Sektion von
Amnesty International. Die Problemländer sind uns bekannt, die Inhalte über
Verfolgungs-und Unterdrückungsmechanismen, Begründungen von Verhaftungen und
Verurteilungen sind sich ähnlich, nur die Namen der Opfer sind immer wieder
andere.
Das Beobachtungs- und Tätigkeitsfeld hat sich erweitert, seitdem es auch um
verfolgte Online-Journalisten, Dissidenten, Blogger geht. So hat Amnesty International
im Februar dieses Jahres eine Kampagne "Ägyptischer Blogger ein Jahr im Gefängnis" für
Karem Amer gestartet,
der zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er im Internet
kritische Beiträge zum Islam und über Präsident Mubarak veröffentlicht
hatte.
Journalistenmorde bleiben meist unaufgeklärt und unbestraft
Sieben Schüsse trafen den Journalisten
Elmar Hüseynov, als er an einem Sonntag im März 2005 gerade
seine Wohnung verlassen hatte, beim Heraustreten aus einem Lift. An den vermutlich von einem gedungenen
Mörder getöteten Chefredakteur der oppositionellen Zeitschrift
Monitor, ein Opfer aus einer Serie von
Anschlägen auf kritische Journalisten in Aserbaidschan, erinnert Amnesty International zum dritten
Jahrestag seiner Ermordung. In den Mord sollen ein ehemaliger Mitarbeiter des Innenministeriums und sogar
der Ex-Minister für wirtschaftliche Entwicklung verwickelt sein.
Aber niemand wurde bis jetzt zur Rechenschaft gezogen.
Die Aufklärung und strafrechtlicher Verfolgung von Journalistenmorden wird
in den meisten Ländern, in denen sie vorkommen, nur schleppend oder gar
nicht betrieben. Diese "Methode", kritische Stimmen ein für allemal mundtot
zu machen, hat erschreckende Ausmaße angenommen.
Reporter ohne Grenzen
(ROG) verzeichnen im Jahr 2007 86 bekannt gewordene Fälle. In diesem Jahr
registrierten ROG bereits neun Journalistenmorde, davon allein vier im Irak.
Schon im August 2006 hatten sie aus diesem besonderen Krisengebiet mindestens
100 Todesfälle gemeldet. Die erschreckende Zahl wächst unvermindert weiter an.
"Im Irak werden fast immer noch jede Woche Journalisten beerdigt", schreiben
Reporter ohne Grenzen in ihrem neuesten Jahresbericht.
Tausende von Journalisten sind in die Nachbarländer, vor allem in den Jemen,
geflohen, wo sie zum Teil unter erbärmlichen Bedingungen ihr Leben fristen.
Nur relativ wenige gewaltsame Tötungen von Journalisten werden der
internationalen Öffentlichkeit bekannt, wie 2007 der Tod der russischen
Regimekritikerin
Anna Politkowskaja oder des türkisch-armenischen
Journalisten und Menschenrechtsverteidigers
Hrant Dink.
Besonders gefährliche Gebiete für Journalisten
Höchster Gefährdung sind Journalisten und Journalistinnen in den Hauptkrisen-
und Kampfgebieten der Welt ausgesetzt, wo sie auch schnell zwischen die
Fronten geraten können, wie in den Palästinensischen Autonomiegebieten, in
Sri Lanka, Kolumbien, Somalia, Niger, dem Tschad, Äthiopien und neuerdings
vermehrt in Simbabwe. Aber auch Länder wie Kuba, China, Russland, Myanmar
geben immer wieder Anlass, aktiv zu werden. In Aserbaidschan wie in den
beiden anderen zentralasiatischen Staaten Usbekistan und Turkmenistan steht
es nach wie vor sehr schlecht um die Meinungs- und Informationsfreiheit.
Kritik von westlicher Seite ist äußerst zurückhaltend, wenn sie nicht ganz
unterbleibt, weil Wirtschaft vor Menschenrechten geht. Das gilt nicht nur
für diese Region.
Zahlen allein sagen nicht genug aus
Einschüchterung, Verfolgung, Beschuldigungen und Verhaftungen von
Journalisten und anderen Medienmitarbeitern sind in nur zu vielen Ländern
an der Tagesordnung. 870 Journalisten und andere Medienmitarbeiter wurden
nach der Jahresbilanz von
Reporter ohne Grenzen 2007 weltweit verhaftet,
teils nur kurze Zeit zur Einschüchterung, manchmal nur wenige Stunden;
eine größere Anzahl wurde dagegen zu zum Teil mehrjähriger Haft verurteilt.
Der 77-jährige oppositionelle Journalist
Win Tin in Myanmar, eng mit
der burmesischen Bewegung für Demokratie und deren führender Repräsentatantin,
der seit 1990 unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin
Aung San Suu
verbunden, ist seit 1989 seiner Freiheit beraubt. Wiederholt vor Gericht und
zu neuer Haft verurteilt, hat er mittlerweile fast ein Fünftel seines Lebens
in Gefangenschaft verbracht, davon längere Zeit in Einzelhaft und unter
entwürdigenden Bedingungen. Sein Gesundheitszustand ist besorgniserregend.
Unter anderem erlitt er zwei Herzinfarkte. Für notwendige Medikamente müssen
Angehörige bei ihren monatlich zweimal gewährten Besuchen sorgen.
Wird er bis zu seinem Tod ein Staatsgefangener sein? Das "Tauschangebot",
Freilassung gegen jegliche oppositionelle Aktivität und künftiges
Wohlverhalten in der gnadenlosen Militärdiktatur hat er bisher standhaft
abgelehnt.
Agressive Bedrohung oder Gewalt war 2007 mit fast eineinhalb Tausend von ROG
registrierten Fällen so erschreckend hoch wie nie. In 2008 vermelden ROG
bislang schon wieder weltweit 130 verurteilte und inhaftierte Journalisten,
dazu - denn auch diese sind schon längst in zahlreichen Ländern Opfer der
gleichen Verfolgungsmaschinerie - 63 inhaftierte Online-Dissidenten.
Solche ermittelten Zahlen geben nur eine blasse Vorstellung. Dennoch können
sie bedrückend wirken. Die Berichte über Details und Hintergründe zu den
einzelnen Fällen, die an uns gelangen, verleihen den Opfern wenigstens eine
ungefähre Kontur. Bei der Verfolgung spielt Willkür oft eine große Rolle.
Journalisten werden aus der Haft entlassen, während zu gleicher Zeit andere,
bei denen kein grundsätzlicher Unterschied in ihren "Straftaten" besteht,
inhaftiert oder weiter hinter Gittern gehalten werden. Sie haben "in Ausübung
ihres Berufes von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht", wie es
in der offiziellen Formulierung von Amnesty International heißt.
Das Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit muss entschieden
vertreten und eingefordert werden
Dass dieses Recht auf der Grundlage von Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung
der Menschenrechte der Vereinten Nationen *) wie auch aufgrund der daraus
folgenden Abkommen und Verpflichtungen, die die Regierungen einzelner Länder
eingegangen sind, gewährleistet werden muss und Journalisten und andere
Medienmitarbeiter statt Verfolgung staatlichen Schutz genießen müssen, ist
die immer wieder erhobene Forderung von Amnesty International und anderen
einschlägigen internationalen Organisationen und Verbänden.
Darin sieht in der deutschen Amnesty-Sektion vor allem die Themengruppe
AutorInnen und JournalistInnen - Für Meinungsfreiheit ihre spezielle
Aufgabe; sie setzt sich mit ihren verfügbaren Kräften und Möglichkeiten und
mit den bewährten Amnesty-Instrumenten für Einzelfälle ein und leistet
themenbezogene Öffentlichkeitsarbeit. Geduld, Zähigkeit, nicht nachlassendes
Engagement sind, wie bei aller Menschenrechtsarbeit, die unerlässlichen
Voraussetzungen, Freude, Bestätigung und Motivationsschub jede
Erfolgsmeldung, die sie erreicht. Besonders bewegend sind die dankbaren und
anerkennden persönlichen Erklärungen freigelassener Gefangener, die
Amnesty International immer wieder erreichen.
Rund 30 bis 40 Prozent Erfolge über alle Jahre hinweg verzeichnen die
Amnesty-Statistiken; darin einbegriffen sind außer Freilassungen allerdings
auch Hafterleichterungen, Schutz vor Folter und Misshandlung, Gewährung
von Anwalts- und Verwandtenbesuchen und zuvor verwehrte medizinische
Versorgung.
Amnesty richtet nicht nur in akuten Fällen von Menschenrechtsverletzungen
ihre Forderungen an die Regierungen und Behörden der betreffenden Länder,
sondern erinnert auch kontinuierlich an weiter in Gefangenschaft gehaltene
politische Häftlinge.
Die Organisation kennt, wie andere Menschenrechtsorganisationen, ihre
Möglichkeiten und Grenzen. Sie beklagt aber auch, wie
Reporter ohne Grenzen,
die mangelnde Unterstützung von außen. Robert Ménard, ROG-Generalsekretär,
hat jüngst die mangelnde Entschiedenheit, die Versäumnisse und Unterlassungen der
Politiker der freien Ländern, aber auch internationaler Institutionen und
Strukturen bis hin zur UNO angeprangert. Angesichts vielfältiger Taktiererei und
"diplomatischer Finesse" spricht er gar von "Feigheit" und wirft politischen
Akteuren in aller Welt "Versagen und Doppelzüngigkeit" bei der Verteidigung der
Meinungsfreiheit vor. Dass Menschenrechtsorganisationen allein es nicht schaffen,
die Anerkennung und Einhaltung der Menschenrechte entschiedener voranzubringen,
hat auch die deutsche Amnesty-Generalsekretärin Barbara Lochbihler in ihrer Eröffnungsrede
beim Kongress des "Netzwerk Recherche" in Hamburg im Juni 2006 deutlich zum Ausdruck
gebracht und dort vor allem um mehr Aufmerksamkeit der freien Medien für
Menschenrechtsthemen geworben.
Josef Zimmermann, April 2008,
Themengruppe "AutorInnen und JournalistInnen -
Für Meinungsfreiheit",
Amnesty International, deutsche Sektion.
*) Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinung und Meinungsäußerung; dieses Recht
umfasst die Freiheit, sich Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln
ohne Rücksicht auf Grenzen zu beschaffen, zu empfangen und zu verbreiten. (Artikel 19 AEMR)
Weitere Beispiele verfolgter Journalisten
Sri Lanka:
Die
Journalisten der Zeitung "Utayan" in Jaffa werden bedroht. Der anonyme Anrufer
verlangt die sofortige Einstellung der Publikation. Obwohl die Redaktion seit einem bewaffneten
Überfall, der zwei Mitarbeiterinnen das Leben kostete, unter Polizeibewachung steht, könnten
die Mitarbeiter der Zeitung erneut in Lebensgefahr sein.
Keiner der damaligen Täter wurde bisher dingfest gemacht. Mit dem Wiederaufleben des
Kampfes zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition "Liberation Tigers of
Tamil Eelan" 2006 hat sich die Bedrohung von Medien in Sri Lanka dramatisch verstärkt.
Seitdem wird von mindestens zehn Todesopfern unter Journalisten und Medienmitarbeitern
berichtet.
Afghanistan:
Der 23jährige Journalistik-Student
Perwitz Kambachsch wurde am 22. Januar 2008
im nordafghanischen Mazar-i-Sharif zum Tod verurteilt. Sein Vergehen: Ein Artikel über die Rolle
der Frau im Koran, den er aus dem Internet heruntergeladen, ausgedruckt und an seiner Universität
verteilt hatte. Kambachsch wurde der Blasphemie sowie der Verleumdung des Islams beschuldigt.
Das Verfahren fand hinter verschlossenen Türen und ohne anwaltliche Verteidigung statt.
Neben seinem Studium arbeitet Kambachsch als Reporter für die Tageszeitung "Jahan-e-Naw"
("The New World"). Der Vorsitzende des unabhängigen Journalistenverbandes in Afghanistan
vermutet, dass Perwitz Kambachschs Verurteilung möglicherweise auch Teil einer Kampagne gegen
seinen Bruder ist. Der Journalist des Internationalen Institutes für Kriegs- und Friedensberichterstattung
Sajed Jakub Ibrahimi veröffentlichte 2007 eine Reihe sehr kritischer Artikel über
die Provinzbehörden in Afghanistan.
Das Schicksal Perwitz Kambachschs hängt allein von Präsident Hamid Karzai ab. Er kann ihn
begnadigen.
Bangladesch:
Jahangir Alkam Akash, aus der im Nordwesten gelegenen Stadt Rajshahi,
ging als kritischer Journalist Machtmissbrauch, Korruptionsfällen und den kriminellen Methoden nach,
deren sich örtliche Parteigrößen und Provinzmagnaten bedienen. Er berichtete auch über die von
unbegrenzter Immunität gedeckten "Einsätze" einer berüchtigten Spezialeinheit der Sicherheitskräfte,
des "Rapid Action Batallion" RAP.
Ende Oktober 2007 erfuhr Akash die Brutalität der Staatsmacht am eigenen Leibe: In seiner Zelle
mit den Händen an der Decke aufgehängt, wurde er so schwer misshandelt, dass er anschließend
ins Krankenhaus gebracht wurde. Er konnte nach der Folter eine Zeitlang nicht mehr gehen.
Wenn derart gepeinigte Häftlinge nach Wochen oder Monaten wieder freikommen, wagt kaum einer
von ihnen, etwas über seine Erfahrungen in der Haft verlauten zu lassen. Nicht so Alam Akash. Kaum
hatte er seine Erfahrungen öffentlich gemacht, tauchten RAP-Mitglieder in ihrer schwarzen Uniform
mit einem neuen Haftbefehl bei ihm auf, dessen Vollstreckung aber bisher ausblieb. Es kann vermutet
werden, dass der Besuch einer hochrangigen Amnesty-Mission mit der Generalsekretärin Irene Khan an
der Spitze Anfang des Jahres dazu beigetragen hat, die von Ort und Stelle aus aufgrund der neuerlichen
Gefährdung Akashs sofort eine internationale Eilaktion für ihn startete.
(Josef Zimmermann, April 2008)
Presse- und Informationsfreiheit
weltweit in Frage gestellt
Krisengebiete und Problemländer
Krisengebiete:
- Irak (größte Zahl getöteter und aus dem Land geflohener Journalisten),
- Sri Lanka (Kämpfe mit tamilischer Opposition und Freiheitsbewegung),
- Kolumbien (Kämpfe zwischen Regierungstruppen, Drogenmafia und anderen bewaffneten Banden
und Gruppierungen), Somalia, Niger, Tschad, Äthiopien (Konflikt mit Erithrea),
- Simbabwe (erhebliche Spannungen nach der Präsidentenwahl
- Palästinensische Autonomiegebiete (andauernder Konflikt mit Israel).
Andere Problemländer und -zonen:
- Nordkorea (keinerlei freie Medien und Berichterstattung),
- Kuba (immer noch erhebliche Einschränkungen der Pressfreiheit, zahlreiche inhaftierte Journalisten),
- Myanmar (Burma) (Pressefreiheit extrem eingeschränkt),
- China (neuerdings besonders zugespitzte Lage, Krise mit Tibet),
- Russland (erhebliche Zahl von Journalistenmorden, über 40 seit Putins erstem Amtsantritt),
- frühere Sowjetunion: Weißrussland, Aserbaidschan (dort sitzen die Messer locker - eine Reihe
von Attacken auf Journalisten),
Usbekistan, Turkmenistan (in den drei mittelasiatischen Ländern
ähnliche Situation: autokratisch bis diktatorisch regierende Präsidenten, Familienklans).
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Einige Zahlen von Reporter ohne Grenzen (ROG)
Inhaftierungen von Journalisten:
- 2007: 870 inhaftierte Journalisten;
(nach Committee to Protect Journalists CPJ statistisch jeder sechste ohne Anklage),
- 2008 bereits 130 inhaftierte Journalisten.
Journalistenmorde nehmen erschreckend zu:
- 2007: 86 Journalistenmorde (ROG)
- 2008 bereits 10 Journalistenmorde (davon allein 4 im Irak)
(CPJ résumiert von 1. Jan 1992 bis 4. April 2008: 685 getötete Journalisten, davon im Irak 127,
in Algerien 60, in Russland 47, in Kolumbien 40).
In fünf Jahren Irak-Krieg:
ROG verzeichnen 210 tote Journalisten und Medienmitarbeiter,
87 Gekidnapppte, 15 Vermisste, Schicksal ungewiss.
Aus der ROG-"Rangliste" zur Meinungsfreiheit:
(Recherche in 169 Ländern)
- Verschlechtert vor allem durch verstärkte Online-Zensur:
Vietnam (Platz 162), Ägypten (146), Thailand (135), Malaysia (124),
- Andere Länder mit relativ niedrigem "Rang":
Somalia (159), Palästinensische Gebiete (158), Irak (157), Sri Lanka (156), Russland (144).
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Kampagnen und Aktionen von Amnesty International
Kampagne "EinSatz für die Menschenrechte":
Einzelfall-Kampagne der deutschen Sektion.
Einzelfälle:
- Shi Tao, China (Online-Journalist und Autor, 10 Jahre Gefängnis),
- Annakurban Amnanklitschew, Spadurdi Chadschijew, Turkmenistan (Journalisten und
Menschenrechtler, je 6 Jahre Gefängnis),
- Ogulsapar Muradowa, Turkmenistan (2006 im Gefängnis an Folgen der Folter gestorben,
Forderung der Aufklärung und Strafverfolgung der Täter),
- Juan Adolfo Fernandez Sainz, Kuba (Journalist, mehrjährige Haft).
Die Kampagne dauert noch an.
Internationale China-Kampagne "Gold für Menschenrechte":
generelle Forderungen (s. Pressemitteilungen und Berichte unter "www.goldfuermenschenrechte.de")
und Einzelfallarbeit (auch Postkartenaktion an den chinesischen Ministerpräsidenten -
Zahlreiche Aktionsvorschläge für Gruppeninitiativen und Veranstaltungen.
Einzelfälle u.a.:
- Hu Jia (Bürgerrechtler, 3,5 Jahre Gefängnis),
- Yang Tongyan (Schriftsteller, 12 Jahre Gefängnis),
- Huang Jinqiu (Internet-Dissident und Journalist, 10 Jahre Gefängnis),
- Shi Tao (Online-Journalist und Autor, 10 Jahre Gefängnis).
Fortlaufende Eilaktionen (Urgent Actions)
über Verteilernetze für unsere "Zielgruppe" (Journalisten, sonstige Medienmitarbeiter, Herausgeber, Schriftsteller, Verleger, Künstler):
- pro Monat mindestens 3 bis 4 Fälle;
- Monate März bis April 2008: 7 Eilaktionen davon Iran (3), Jemen (1), Senegal/Gambia (1),
Mexiko (1), Saudi-Arabien (1).
Besondere themenbezogene Gedenktage:
(außer dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, 3. Mai)
- 10. Mai - Gedenktag gegen die Bücherverbrennung (Deutschland),
- 17. November - "Journalisten hinter Gittern" (Reporter ohne Grenzen),
- 15. November - Internatonaler Tag der inhaftierten Schriftsteller (PEN - Writers-in-Prison
Committee)
Aktionstage der deutschen Sektion von Amnesty International
- auf der Internationalen Buchmesse Frankfurt am Main jährlich im Oktober,
- auf der Leipziger Buchmesse jährlich im März.
Kooperation mit der Johann-Philipp-Palm-Stiftung, Schorndorf/Baden-Würtemberg:
von Amnesty International (deutsche Sektion, Themengruppe Meinungsfreiheit) und von Reporter ohne Grenzen (deutsche Sektion),
Preiskandidaten-Vorschläge für den Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit,
Preisverleihung zweijährig jeweils im Dezember.
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3. Mai 2008
Reporter ohne Grenzen mit symbolischer Aktion
in Berlin und neuem Band der Reihe
"Fotos für die Pressefreiheit"
"In vielen Ländern ist die Pressefreiheit nur 2 mal 3 Meter groß." Mit diesem Slogan und einer entsprechend
großen "Zelle" in Berlin auf dem Potsdamer Platz machen
Reporter ohne Grenzen (ROG) auf die vielen
in Gefängnishaft gehaltenen Journalisten in zahlreichen Ländern aufmerksam. Die Organisation nennt
China, Kuba und Eritrea als die immer noch "größten Gefängnisse für Journalisten".
Neuer Fotoband: Focus auf Osteuropa und Asien
Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit der UNO geben ROG auch den 15. Band der Serie "Fotos für
die Pressefreiheit" heraus, für den zehn Fotografinnen und Fotografen bemerkenswerte Orte in den
Ländern der ehemaligen Sowjetunion in Osteuropa und Asien dokumentiert und Menschen dort in Angst,
Hoffnungslosigkeit und Ungerechtigkeit, aber auch in ihrer Lebensfreude portraitiert haben. Aus diesen
Bildern wird die Notwendigkeit erkennbar, "Grundrechte und Freiheiten einzuklagen", betont
Dirk Sager vom ROG-Vorstand in seinem Vorwort.
Bemerkenswert ist auch, dass sämtliche Beiträge für das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt
wurden, so dass
Reporter ohne Grenzen mit dem Erlös aus dem Buch Hilfe und
Unterstützung vielfältiger Art bestreiten kann.
(zi, 26.04.2008)
Quelle: Reporter ohne Grenzen
Elke Schäfter (ROG): "Wir geben die Hoffnung nicht auf" (05/2008) -
www.sueddeutsche.de
Nahtstellen - Fotos für die Pressefreiheit 2008 (04/2008) -
www.reporter-ohne-grenzen.de
Mediathek:
Blick auf die iranischen Printmedien (03.05.2009) -
www.tagesschau.de
Thomas Roth (ARD-Moskau): Über den Zustand der Medien unter Putin (05/2008) -
dradio.de
Weitere Informationen
No freedom - journalists stopped from doing their jobs (05/2009) -
www.amnesty.org
Stichwort: Welttag der Pressefreiheit (05/2009) -
www.dw-world.de
Lörracher ai-Gruppe setzt sich für Kubaner ein (05/2009) -
www.badische-zeitung.de
Deutschland: Aushöhlung der Pressefreiheit (05/2009) -
www.dradio.de
Afrika: Pressefreiheit in Afrika unter Druck (05/2009) -
www.dw-world.de
Russland: Unabh. Pressezentrum - Zuflucht für das freie Wort (04/2009) -
www.dradio.de
Mexiko: Gefährliche Arbeit für Journalisten in Mexiko (04/2009) -
www.dw-world.de
Sri Lanka: Land im Bürgerkrieg (04/2009) -
www.dradio.de
ROG zum Internationalen Tag der Pressefreiheit (04/2009) -
www.reporter-ohne-grenzen.de
Dossier: Gegen die Feinde der Pressefreiheit (05/2008) -
www.deutsche-welle.de
Tag der Pressefreiheit: Weltweit mindestens 130 Journalisten inhaftiert (05/2008) -
www.dradio.de
Tag der Pressefreiheit: Kein Grund zum Jubeln (05/2008) -
www.sueddeutsche.de
Pressefreiheit auf Chinesisch (01/2008) -
www.dradio.de
3. Mai: Welttag der Pressefreiheit -
www.unesco.de
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 -
www.un.org
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