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Ehrengast 2010: Argentinien



 

Frankfurter Buchmesse 2010



Lesen, was bei Amnesty los ist

Weit über 1.000 Unterschriften für die Menschenrechte

Etwas improvisiert wirkt der Stand von Amnesty International zwischen den durchgestylten Ausstellungs-flächen größerer Verlage – doch das tut seiner Attraktivität nach unserem Eindruck nicht viel Abbruch: Auch in diesem Jahr trifft der Einsatz für die Menschenrechte auf Interesse und viel Sympathie beim Messepublikum.

Gut 24 ehrenamtliche Helfer tun dabei vor Ort im Laufe der fünf Messetage ihr Bestes, um den Besuchern einen Einblick in die Arbeit der weltweit renommier-testen Menschenrechtsorganisation zu geben. Dahinter stehen die Amnesty-Themengruppe "Meinungsfreiheit", mehrere lokale Gruppen aus Frankfurt und Umgebung sowie im Hintergrund die deutschen Amnesty-Hauptsitze in Bonn und Berlin.

Mithilfe von Büchern, Journalen, Flyern und Postkarten wird am Stand ein Querschnitt durch die vielfältige Tätigkeit von "Amnesty" präsentiert. Informationen zum "klassischen" Einsatz für die politischen und bürgerlichen Menschenrechte kommen dabei ebenso wenig zu kurz wie die aktuelle "Dignity"-Kampagne, bei der es um die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der weltweit Ärmsten geht. Argentinien, dem Gastland der Messe, wird durch die Setzung eines Schwerpunktes auf Südamerika Rechnung getragen.

Manche Fragen der Besucher können sofort beantwortet werden – anderes wird zur späteren Bearbeitung schriftlich festgehalten. Viele kleinere und größere Spenden sammeln sich in den bereitgestellten Dosen. Besondert berührt die Helfer das große Vertrauen, das zahlreiche Besucher Amnesty entgegenbringen, indem sie sich spontan mit ihren Personalien in die ausgelegten Petitionslisten eintragen.

Prominente Besucher am Messestand

Dabei geht es um so unterschiedliche Themen wie die Lage einer bedrohten Menschenrechtlerin in Kolumbien, zweier indigener Volksgruppen in Paraguay, denen ihre Landrechte vorenthalten werden, und einer Gruppe von pro-demokratischen politischen Gefangenen in Syrien. Auch "prominente" Besucher wie der ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und der Publizist und Fernsehmoderator Roger Willemsen unterschreiben bereitwillig.

Am Samstag, dem 09. Oktober, besucht der renommierte Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck den Amnesty-Stand: Er berichtet und diskutiert über Argentinien und den Kampf gegen "Straflosigkeit", der sich auf die aktuelle Aufarbeitung massenhafter Menschenrechtsverbrechen der von 1976 bis 1983 dort herrschenden Militärdiktatur bezieht, speziell auch im Hinblick auf die deutschstämmigen Opfer. Im Gespräch wird deutlich, dass dieses internationale Engagement über die Vergangenheitsbewältigung hinaus einen wichtigen Beitrag zur Rechtsstaatlichkeit im heutigen Argentinien leistet.

AI-Kampagne: Für eine Welt ohne Todesstrafe

Eine spezielle Aktion gibt es zum Abschluss der Messewoche am Sonntag, dem 10. Oktober, dem Internationalen Tag gegen die Todesstrafe: Wir sammeln Unterschriften für zwei zum Tode verurteilte US-Amerikaner, deren Fälle aus Sicht von Amnesty International die Mängel der US-amerikanischen Strafjustiz besonders deutlich machen. Auch diese Initiative fällt auf fruchtbaren Boden, bevor die Messe gegen Abend ihre Pforten schließt.

Die Amnesty-Gruppe "Meinungsfreiheit" dankt allen Helfern und Besuchern herzlich für ihre Unterstützung und hofft auf positive Auswirkungen im Sinne der Anliegen von Amnesty International!

(Maren Koop, 23.10.2010,
Amnesty-Themengruppe "Meinungsfreiheit")


Argentinien: Das Fegefeuer der Überlebenden (10/2010) - www.amnesty.de




Weitere Informationen


Buchmesse 2009: Gastland China - Amnesty International auf der 61. Frankfurter Buchmesse

Buchmesse 2008: Gastland Türkei - Amnesty International auf der 60. Frankfurter Buchmesse

Buchmesse 2006: Gastland Indien - Bundespräsident Köhler überraschend am AI-Messestand

Buchmesse 2005: Gastland Korea - Veranstaltungen von Amnesty stießen auf großes Interesse


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