Auch in diesem Jahr war unsere Amnesty-Sektionskogruppe "Schriftsteller / Journalisten" wieder
mit einem Stand auf der internationalen Mainzer Minipressen-Messe (MMPM) vertreten. Die renommierte
Buchmesse der Kleinverlage und künstlerischen Handpressen findet alle zwei Jahre an vier Tagen
im Mai am Mainzer Rheinufer statt.
In diesem Jahr hatte die Messe ihre Zelte vom 21. - 24. Mai
auf der Uferpromenade am Rhein aufgeschlagen. Über 300 nationale und internationale Verlage aus 15 Ländern
waren gekommen.

Am Messestand von
Amnesty International lagen neben ausführlichen Informationsmaterial zu den Zielen und aktuellen Themen
der Menschenrechtsorganisation
drei Petitionslisten zu folgenden aktuellen Fällen aus:
- Tan Zuoren, China, Schriftsteller und Umweltaktivist - wurde der "Anstiftung
zur Untergrabung der Staatsgewalt" verdächtigt und wird in der Wenjiang-Hafteinrichtung festgehalten.
Amnesty International geht davon aus, dass ihm Folter und andere Misshandlungen drohen.
- Pablo Pacheco Avila, Kuba, Journalist - wurde im Rahmen einer Verhaftungswelle unter kubanischen
Dissidenten am 18. März 2003 verhaftet und im April 2003 auf Grundlage des "Gesetzes 88" zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Amnesty International sieht ihn als "gewaltlosen politischen Gefangenen".
- Miguel Angel Casillas, Mexiko, Chefredakteur -
wurde am 18. März 2009 von einem Angehörigen der Zetas-Abteilung bedroht (einer kriminellen Organisation,
die für hunderte Morde verantwortlich ist), weil
er und seine Zeitung Diario de los Altos kritisch über ein Staudammprojekt in el
Zapotillo, Bundesstaat Jalisco, berichtet hatten.
Unser Infostand im Hauptmessezelt |
Unterschriften für bedrohte Schriftsteller und Journalisten |
Viele Messebesucher blieben an unserem Messestand stehen und trugen sich mit ihren Namen in die Petitionslisten ein und spendeten ein
paar Euro in die bereit gestellte Sammelbüchse.
Doch auch die Kinder kamen nicht zu kurz. Für sie gab es unter anderem das
Menschenrechtsbilderbuch
"Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte für Kinder"
zu betrachten und jede Menge gelbe
Amnesty-Luftballons zum Aufpusten.
Die Bilanz am Ende der Messe: Rund 90 Unterschriften in den Petitionslisten und 220 Euro an
Spenden.
(rg, 11.06.2009)
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