Interne Vorstellung der Gruppe
auf der Jahresversammlung in Hamburg
Sich geltend zu machen ist nicht nur nach außen,
sondern auch innerhalb der Organisation erforderlich
Deshalb hätte sich das Organisationsteam, das auf der diesjährigen Jahresversammlung der
deutschen Amnesty-Sektion in Hamburg zum ersten Mal eine interne Informationsveranstaltung
anbot, mehr interessierte Besucher gewünscht. Es ist zu überlegen, wie sich das im
Wiederholungsfall verbessern lässt.
Der rund einstündigen Vorführung der Film-Dokumentation "Gefesselte Worte" aus dem
"Maison des Journalistes" in Paris schloss sich eine Frage- und Antwort-Stunde an.
Von Aspekten des Films ausgehend, beispielsweise der Frage nach einem deutschen
Äquivalent der französischen Zufluchtsstätte, der Situation exilierter Journalisten in
Deutschland und anderer hiesiger Zufluchtsmöglichkeiten, wie Stiftungen oder die "Städte
der Zuflucht", weitete sich das Gesprächsspektrum auf allgemeinere Fragen und
Diskussionspunkte aus. Themen waren u.a. die konkrete Arbeit unserer Gruppe innerhalb
Amnesty und nach außen, oder die Problematik von lokalen Gruppen, Aufmerksamkeit für
ihre Anliegen und Aktionen bei der Presse zu erreichen.
Einzelne signifikante Beispielfälle von politischen Gefangenen aus dem Bereich der Medien
trugen nicht nur zur Veranschaulichung unserer Arbeit bei, sondern verdeutlichten auch den
engen Zusammenhang zwischen dem Recht auf Meinungs- und Medienfreiheit mit anderen
Menschenrechten. Die Frage ob bzw. wo eigentlich Presse- und Meinungsfreiheit optimal
verwirklicht sei, lenkte die Diskussion schließlich auch noch auf eine kritische Betrachtung
der hiesigen Presse.
Die Teilnehmer konnten sich von dem ausliegenden Informationsmaterial bedienen und
hatten Gelegenheit, drei Petitionen zu Fällen aus Afghanistan, China und Bangladesch
zu unterschreiben.
(zi, 25.05.2008)
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