Amnesty International Themengruppe Meinungsfreiheit

Impressum | Login

Themengruppe Meinungsfreiheit

Zu den Schwerpunktthemen am diesjährigen Messestand auf der Frankfurter Buchmesse gehörten:

- eine AI-Kampagne gegen die Todesstrafe in Ländern der Karibik: Für Verbrechen wie Mord muss z.B. in Barbados sowie in Trinidad & Tobago die Todesstrafe bisher zwingend, d.h. ohne Prüfung des Einzelfalls verhängt werden. An Unterschriftenaktionen wie derjenigen auf der Messe für eine Änderung der entsprechenden Gesetze haben sich insgesamt schon über 12 000 Menschen beteiligt. Diese Kampagne zeigt bereits Wirkungen: In beiden Ländern gibt es Gesetzesinitiativen, die zu einer Abschaffung der beschriebenen obligatorischen Todesstrafe führen könnten; aus menschenrechtlicher Sicht wären dies wichtige Schritte in die richtige Richtung!


Foto: Walid Malik

- Aktionen zugunsten von Verfolgten in Brasilien, dem diesjährigen Gastland der Messe: So fordert Amnesty beispielsweise mit einer Petition von den brasilianischen Behörden Schutz für die Menschenrechts- und Umweltaktivistin Laisa Santos Sampaio, die wegen ihres Einsatzes gegen illegalen Holzschlag im Wohngebiet ihrer Dorfgemeinschaft viele Todesdrohungen erhalten hat.

- eine Petition zugunsten von zwei ehemaligen studentischen Aktivisten (Thongpaseuth Keuakoun und Seng-Aloun Phengphanh) im kommunistischen Laos, die wegen ihrer Beteiligung an gewaltfreien Aktionen einer pro-demokratischen Studentenbewegung jeweils 20-jährige Haftstrafen verbüßen.

Unter http://www.amnesty-meinungsfreiheit.de/index.php/Main/MitmachenBriefe finden sich weitere Angaben zu diesem Fall, die eine Beteiligung an der noch laufenden Aktion ermöglichen.

- die derzeitige AI-Kampagne für „Freiheit statt Kontrolle“ in Russland, die mit großem Interesse aufgenommen wurde; so fanden beispielsweise die ausgelegten Solidaritätspostkarten an Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa, die inhaftierten Mitglieder der Punk-Band „Pussy Riot“, schnellen Absatz.

Zu aktuellen Online-Aktionen im Rahmen dieser Kampagne in Form von „Liebesgrüßen nach Russland“ und einer Petition gegen das sog. Agentengesetz gelangt man via www.amnesty.de.

Insgesamt sind am Messestand – trotz der letzten weltweiten Skandale um den Datenschutz – mehr als 1.000 Unterschriften zusammengekommen, die hoffentlich zusammen mit den ausgeteilten Karten und Briefvorlagen zu guten Entwicklungen beitragen können.

Die Amnesty-AktivistInnen haben zudem am Stand viel Ermutigung und Anerkennung erfahren, von unbekannten BesucherInnen ebenso wie von einigen Prominenten. Das Buchmesse-Team freut sich dabei insbesondere über die guten Wünsche des Schriftstellers Daniel Kehlmann für die „gute Arbeit von Amnesty“.

Allen Standdienstleistenden sei an dieser Stelle nochmals herzlich für ihr Engagement gedankt, allen MessebesucherInnen für ihr Interesse, ihre Geldspenden und die Solidarität mit den von Menschenrechtsverletzungen Betroffenen!

Maren Koop, Mainz, AI-Themengruppe „Meinungsfreiheit“

Fotos: Walid Malik, Gruppensprecherteam der AI-Hochschulgruppe Frankfurt